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1 January 2015

«Euthanasie» im Nationalsozialismus: Opfer und Widerständler †

Maternushaus, Kön, Deutschland
†
Ein dunkles Kapitel der Medizingeschichte
In der biographischen Sammlung «Zeugen für Christus. Das Martyrologium des 20. Jahrhunderts» werden auch psychiatrische Opfer der nationalsozialistischen «Euthanasie»-Politik sowie mutige Kämpfer gegen die menschenverachtende Umsetzung der rassenhygienischen Dogmen vorgestellt. Die Würde und die Unverhandelbarkeit der menschlichen Person werden in ihren Geschichten sichtbar.

Situationsanalyse

Zahlreiche Veröffentlichungen über das Gesundheitswesen in den Jahren zwischen 1933 und 1945 bekunden eine tiefe Verstrickung in die Ideologie des Nationalsozialismus (Die Literatur ist uferlos. Wegweisend sind u.a. R. Jütte, 2011 [1]; M. Schweizer, 2002 [2]; J. Bleker und N. Jachertz, 1993 [3]; F. Kudlien, 1993 [4]; W. Benz und B. Diestel, 1988 [5].). Die Idee der Rassenhygiene oder Eugenik, die weite Teile der Ärzteschaft erfasst hatte, reicht weit zurück und ist kein auf den deutschen Sprachraum oder den Nationalsozialismus beschränktes Phänomen [6,7,8] and [9] (S. 214–55).
Ärzte und Wissenschaftler entwickelten in der Zeit des Nationalsozialismus die Rassenideologie weiter, deuteten den Begriff «Euthanasie» um und beteiligten sich an deren Umsetzung in Euthanasie- und Sterilisationsprogrammen. «Die krasseste und menschenverachtendste Umsetzung der rassenhygienischen Dogmen bestand in Euthanasie- und Sterilisationsmassnahmen an körperlich, geistig und psychisch Behinderten sowie in Menschenversuchen, die zum Ziel hatten, diese Programme zum ‹Wohl des deutschen Volkes› zu optimieren.» [2].
Die nationalsozialistische Rassenpolitik hatte auf dem Hintergrund der Eugenik die «Gesundung des Volkskörpers» zum Ziel. Angesichts dieser Umstände waren Vertreter der medizinischen Wissenschaft tief in die Entwicklung und Umsetzung der Programme eingebunden. «Die ‹Euthanasie› prägte, wie die neuere Forschung herausgearbeitet hat, der NS-Genozidpolitik überdies eine ganz eigene Signatur auf: Die ‹Vernichtung lebensunwerten Lebens› fungierte als Instrument einer Optimierung des ‹Volkskörpers› – wohl kein anderer Genozid gründete sich in so hohem Masse auf den Sachverstand von Experten aus Medizin und den Biowissenschaften.» [9] (S.215]).
Neben aller Verstrickung und Schweigen ist aber auch wahrzunehmen, wie die Geschichte kritisch aufgearbeitet wurde. Stellvertretend sei an dieser Stelle auf die Bemühungen der «Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde» (DGPN) hingewiesen, die sich der eigenen Geschichte stellt. Ausdruck dessen waren eine Gedenkveranstaltung im Jahre 2010 und die wissenschaftliche historische Aufarbeitung der Geschichte des Verbandes durch zwei renommierte Wissenschaftler [10,11].

Herausforderung für Theologie und Kirche

Auf Initiative von Papst Johannes Paul II. (1920–2005) bemühen sich seit dem Jahre 1994 die Bischofskonferenzen weltweit um die Erfassung und Sicherung der Biografien der christlichen Gewaltopfer, die aus den Verfolgungen des 20. Jahrhunderts, dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus, hervorgegangen sind [12]. So entstanden, für viele Wissenschaftler viel zu spät, universale, kontinentale und nationale Martyrologien.
Unter den gesammelten Lebensbildern sind auch Lebensbeschreibungen von Personen zu finden, deren Leben zwischen den Mühlsteinen der nationalsozialistischen Rassenpolitik zerrieben wurde. Die diesbezügliche Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz ist in Köln angesiedelt. Ihre Arbeit, diese Zeugen der Wahrheit dem Vergessen zu entreissen, bündelt sich in dem Werk «Zeugen für Christus. Das Martyrologium des 20. Jahrhunderts», das im Jahr 2015 in einer sechsten, erweiterten und neu strukturierten Auflage erschienen ist [13]. Rund 160 Fachleute aus dem In- und Ausland erstellten die etwa 1000 biografischen Artikel, welche die Opfer des Nationalsozialismus, des Kommunismus und in den Missionen darstellen.
Die Sammlung «Zeugen für Christus» stellt auch mit der Schweiz verbundene Lebensbilder vor. «Darunter findet man auch nicht wenige Mediziner sowie viele mutige Kämpfer gegen die ‹Euthanasie›» [14,15], resümiert der Journalist Norbert Jachertz in einer Rezension aus dem Jahre 2009. Die beiden Bände des Werkes führen die Leserschaft durch die vielfältigen Biografien derer, die sich in unterschiedlichsten Zusammenhängen der NS-Ideologie widersetzt haben oder ihr Opfer geworden sind. Oftmals lassen die Biografien diese geheimnisvolle Wirklichkeit erscheinen, dass die, die Opfer wurden, dass die, die vernichtet wurden, dass die, die scheinbar schwach erschienen, eben doch die Stärkeren waren. Nicht nur die katholische Kirche, auch die evangelischen Christen versuchten, der «Euthanasie»-Aktion zu trotzen [16,17] (Weiterführend N. Nowak [16], 1984, und I. Richter [17], 2001.) Die Wahrheit der Unverfügbarkeit und Einmaligkeit jedes einzelnen menschlichen Lebens ist nicht das Ergebnis eines philosophischen oder naturwissenschaftlichen Diskurses, sondern «erscheint im Leben» und wird im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. Die Würde und Unverhandelbarkeit der menschlichen Person werden sichtbar.
In einer Rede bemerkte der deutsche Bundespräsident Johannes Rau (1931–2006): «Von diesen Menschen hat es viel weniger gegeben, als wir uns das wünschen würden, aber doch mehr, als den meisten von heute bewusst ist.» (Grusswort des Bundes präsidenten Johannes Rau [18] bei der Veranstaltung «Hilfe für Verfolgte der NS-Zeit», Berlin, 13. März 2003.) Die hier vorzustellenden Personen sind nach folgenden Kriterien ausgewählt: Im Blick auf die Leserschaft wurden nur deutschsprachige Personen berücksichtigt, die entweder Opfer der «Euthanasie» geworden sind oder aber sich gegen diese Ideologie ausdrücklich gewandt haben.

«Euthanasie» und psychiatrische Opfer Eugen Hiestand

Ernst Reinhard Hiestand wurde am 6. Februar 1901 in Kreuzlingen, das zum Kanton Thurgau gehört, als Sohn armer Eltern geboren (vgl. für das Folgende H. Moll [19]). Nach dem Besuch der Volksschule setzte er seine Schullaufbahn auf dem Badischen Gymnasium in Konstanz fort. Schon lange hegte der junge Mann den Wunsch, Priester zu werden. Der Berufswunsch konkretisierte sich, als er im Jahr 1921 in die Benediktinerabtei Beuron im Durchbruchtal der oberen Donau eintrat. Nach philosophischen und theologischen Studien und der Ablegung der Ewigen Profess erfolgte im Jahr 1921 die Priesterweihe. Wurde die Heimatprimiz noch mit grosser Freude in seinem Heimatort Kreuzlingen gefeiert, zeigte sich doch schon bald nach den Feierlichkeiten, dass dem jungen Ordensmann kaum priesterliche Aufgabenfelder anzuvertrauen waren. Pater Eugen war fast ausserstande, der Feier der Hl. Messe vorzustehen und sie bis zum Ende zu zelebrieren. Das war nicht allein seiner stark verminderten Sehfähigkeit und seinem schlechten Hörvermögen zuzuschreiben. Pater Eugen war – wie man zu damaliger Zeit zu sagen pflegte – im Laufe der Jahre seiner Ausbildung «gemütskrank» geworden. Eine Heilung oder Verbesserung seiner Situation sollte sich auch in den vor ihm liegenden Jahren nicht einstellen.
Die Nationalsozialisten richteten sechs «Tötungsanstalten» ein, in denen von 1939 bis 1941 mindestens 70 000 behinderte Menschen durch Gas getötet wurden.
Die nationalsozialistische Ideologie bestimmte Anfang der 1930er Jahre mehr und mehr das alltägliche gesellschaftliche Leben in Deutschland. Dem Ortsgruppenleiter der NSDAP in Beuron, einem eingefleischten Anhänger der NS-Ideologie, war die Krankheit von Pater Eugen nicht verborgen geblieben. Ein Verbleiben des kranken Ordensmannes in der Klostergemeinschaft war nicht länger möglich. Pater Eugen Hiestand wurde in die Psychiatrie ins schwäbische Rottenmünster bei Rottweil eingewiesen.
Endes des Jahres 1939 erliess Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) eine Verfügung, die auf den 1. September rückdatiert wurde. Die neue Gesetzeslage bestimmte die Legalisierung der Erwachseneneuthanasie, in der, mit den besonderen Gegebenheiten der Kriegssituation begründet, die Tötung «lebensunwerten Lebens» erlaubt war [20] and [21] (S. 162–74). Die Nationalsozialisten richteten sechs «Tötungsanstalten» in Grafeneck bei Gomadingen (Baden-Württemberg), Brandenburg an der Havel (Brandenburg), Hartheim bei Linz (Oberösterreich), Sonnenstein bei Pirna (Sachsen), Bernburg an der Saale (Sachsen-Anhalt) und Hadamar bei Limburg (Hessen) ein, in denen von 1939 bis 1941 mindestens 70 000 behinderte Menschen durch Gas getötet wurden. «Zu melden waren [aus den Heil- und Pflegeanstalten, H. M.] sämtliche Patienten, die an Schizophrenie, Epilepsie, Paralyse, Schwachsinn, Enzephalitis oder Huntington’scher Chorea litten und nicht oder nur mit mechanischen Arbeiten beschäftigt werden konnten, daneben kriminelle Geisteskranke und solche, die sich seit mehr als fünf Jahren dauernd in Verwahrung befanden. Schliesslich sollten auch alle Kranken gemeldet werden, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besassen oder nicht deutschen oder artverwandten Blutes waren.» [21] (S. 170) Zur Durchführung der Bestimmungen wurde ein administrativer Stab gebildet, der ab April 1940 in der Tiergartenstrasse 4 in Berlin seinen Sitz hatte. Mit dem Kürzel «Aktion T4» ist darauf beruhend die systematische Ermordung von etwa 70 000 Menschen in die Geschichtsbücher eingegangen. Zu einem weiteren schrecklichen Zeichen dieser Morde entwickelten sich die sogenannten «grauen Busse». Grau lackierte Busse fuhren mit abgedunkelten Scheiben durch das Land, um die gemeldeten geistig und körperlich behinderten Menschen aus ihren Heimen und Anstalten abzuholen und sie ihrem sicheren Tod in den «Tötungsanstalten» zu übergeben (vgl. dazu z.B. [22], weiterführend [23,24,25,26]).
Nach der damaligen Gesetzeslage durfte auch Pater Eugen nicht länger in der psychiatrischen Anstalt in Rottenmünster bleiben. Der Geistliche wurde gemeldet und in die «Tötungsanstalt» Grafeneck bei Gomadingen, 60 km südlich von Stuttgart, gebracht. In der Anstalt angekommen, wurde der Pater durch Gas getötet.
Pater Eugen Hiestand steht «zugleich stellvertretend für alle jene behinderten Männer, Frauen und Kinder, die ebenfalls diskriminiert und ermordet wurden, weil sie dem Trugbild vom Herrenmenschen nicht entsprachen» [19] (S. 894).

Johannes Zimorski

Der Hüttenarbeiter Johannes Zimorski wurde am 22. Dezember 1872 in der kleinen Stadt Mixstadt (poln. Mikstat) in der Provinz Posen (poln. Poznań) geboren (vgl. für das Folgende [27] (S. 239–42)). Seit dem Jahr 1906 lebte er im Ruhrgebiet, vermählte sich im Jahr 1908 mit Rosalie Kropacz und wurde Vater einer grossen Familie mit zehn Kindern. Seine auch öffentlich geäusserte Liebe und Treue zur katholischen Kirche, die von Zeitzeugen bestätigt wurden, bewahrten ihn davor, sich dem Geist und den Machenschaften der nationalsozialistischen Ideologie zu beugen. Schon im Herbst des Jahres 1938 geriet Zimorski in Konflikt mit der Gestapo. Eine Frau brachte zur Anzeige, dass Zimorski an der Wahrhaftigkeit der nationalsozialistischen Regierung zweifle. Die bis heute erhaltenen Unterlagen der damaligen Untersuchung werfen dem Familienvater «Kirchentreue» und «fanatischen Katholizismus» vor. Mit einer Verwarnung wurde das Verfahren abgeschlossen.
Unter dem Eindruck der sich abzeichnenden militärischen Niederlage der deutschen Truppen im Dezember des Jahres 1943 liess sich Zimorski zu Äusserungen hinreissen, die, zur Anzeige gebracht, ihm «Wehrkrahzersetzung» anlasteten. Zimorski wurde trotz seines hohen Alters verurteilt. Ein medizinisches Gutachten aus der Zeit attestierte dem Hüttenarbeiter zudem «senile Demenz», so dass die dauerhafte Unterbringung in der Heil- und Pflegeanstalt Düren angeordnet wurde. Die Unterlagen, die aus der Klinik in Düren erhalten sind, lassen den begründeten Schluss zu, dass keine Erkrankung vorlag, vielmehr die vermeintlichen psychischen Beschwerden den willkommenen Anlass boten, sich des widerspenstigen Mannes zu entledigen. Am 18. September 1944 brachte ein Transport forensisch Kranker aus der Anstalt in Düren in das Lager Brauweiler und von dort in das oberösterreichische KZ Mauthausen. Unter ihnen war Zimorski. Den unmenschlichen und entwürdigenden Lebensbedingungen des Konzentrationslagers war Zimorski im Alter von 72 Jahren nicht lange gewachsen. Er trotzte dem Verfall seiner Kräfte dennoch für acht Monate, bevor er am 24. April 1945 im Zellenbau, dem Lagergefängnis des Konzentrationslagers, vergast wurde.
Johannes Zimorski steht für ein Leben, dem in der Zeit der Verwirrung durch die nationalsozialistische Ideologie seine Gradlinigkeit und Bindung an die Kirche zum Verhängnis wurde. Seine angebliche psychische Erkrankung wurde zum Vorwand, ihn zu töten.

Kämpfer gegen das Unrecht

An dieser Stelle soll auch auf diejenigen hingewiesen sein, die ihre Stimme gegen das Unrecht der Ideologie des «lebensunwerten Lebens» erhoben und bereit waren, für die Wahrheit mit ihrem Leben zu bezahlen.

Heinrich Feurstein

Der seit dem Jahr 1906 in der Pfarrkirche St. Johannes in Donaueschingen wirkende Freiburger Diözesanpriester Stadtpfarrer Dr. Heinrich Feuerstein (1877–1942) wird als ein Mahner und Zeuge für die Unverfügbarkeit des Lebens in Erinnerung bleiben (vgl. für das Folgende [28] (S. 253–7)).
In vollem Bewusstsein der auf ihn zukommenden Konsequenzen erhob der Pfarrer in der Silvesterpredigt 1941 seine Stimme: «Nachdem von 1,5 Jahren bekanntlich in sämtlichen Anstalten für Geisteskranke und Geistesschwache schlagartig eine Seuche eingesetzt hat – die Zahl der Opfer wurde schon im Sommer dieses Jahres auf 1,25 Millionen geschätzt – geht der Kampf gegen das sogenannte lebensunwerte Leben zum Teil in hemmungsloser Weise weiter. Wenn der Arzt glaubt, dass ein Kranker hoffnungslos krank ist, soll er ihn künftig mit der Giftspritze in ein anderes Leben befördern dürfen. Ein Zeitalter, das so laut wie das unserige die heroische Haltung und das tragische Lebensgefühl predigt, müsste die Möglichkeit finden, auch seine kranken Tage zu verkraf- ten, und sollte sich schämen, mit solchen Gedanken und feigen Mitteln, die jedem christlichen Empfinden ins Gesicht schlagen, zu arbeiten.» (Zitat nach R. Zahlten [28] (S. 255–6).)
Unmittelbar nach der Predigt verhafteten Gestapo- beamte den Geistlichen in seiner Wohnung. «Ich bin in die Klauen der Gestapo gefallen wegen einer Predigt. Bete für mich, dass ich alles gut überstehe, denn ich werde kaum mehr zurückkommen» [28] (S. 256), schrieb der Pfarrer in einem seiner letzten Briefe an einen guten Freund. Das Gefängnis in Konstanz war die erste Station seiner nun folgenden Leiden. Am 15. Juni 1942 wurde der Geistliche, inzwischen im Alter von 65 Jahren, in das Konzentrationslager in Dachau transportiert. Völlig entkräftet durch die unmenschliche Behandlung und unzureichende Nahrung verstarb Pfarrer Feuerstein am 2. August 1942 im sogenannten «Krankenlager». Sein Leichnam wurde im Krematorium neben der Priesterbaracke verbrannt.

Clemens August Graf von Galen

Auch für den Bischof von Münster Clemens August Kardinal von Galen (1878–1946) [29,30,31] war der Mord an den Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung der Ort, an dem sich das wahre unmenschliche Gesicht des Nationalsozialismus zeigte. Die dritte seiner weltberühmt gewordenen Predigten, gehalten am 3. August 1941 in der St. Lamberti-Kirche in Münster, wandte sich gegen das sogenannte «Euthanasieprogramm» der Nationalsozialisten [32] (S. 874–84). Im Sommer 1941 begaben sich die Ordensschwestern Sr. Laudeberta und Sr. Recordata heimlich über einen Hintereingang in das bischöfliche Palais am Münsteraner Domplatz. Die beiden Ordensfrauen informierten den Kardinal über die Massnahmen zur Erfassung jener Patienten aus ihrem Heim in Münster, der Anstalt Marienthal, die zu den Tötungsanstalten transportiert werden sollten. Der Oberhirte nahm diese Information in seiner Predigt am 3. August auf: «Wie ich zuverlässig erfahren habe, werden jetzt auch in den Heil- und Pflegeanstalten der Provinz Westfalen Listen aufgestellt von solchen Pfleglingen, die als so genannte ‹unproduktive Volksgenossen› abtransportiert und in kurzer Zeit ums Leben gebracht werden sollen. Aus der Anstalt Marienthal bei Münster ist im Laufe der Woche der erste Transport abgegangen.» (Clemens Kardinal von Galen. Predigt am 3. August 1941, zitiert nach Löffler [32] (S. 876).) Der Bischof informierte seine Zuhörerschaft darüber, dass er aufgrund dieser Kenntnisse als guter Staatsbürger, im Wissen um eine schwerwiegende Straftat, eine entsprechende Strafanzeige bei den zuständigen Behörden wegen Mordes gestellt hatte – musste aber einräumen, dass ihm Nachrichten über Einschreiten der Staatsanwaltschaft oder der Polizei nicht zugegangen waren [32] (S. 877).
Bischof von Galen stand deutlich vor Augen, in welche Aporien ein System führen musste, das die Unverfügbarkeit und die unantastbare Würde des menschlichen Lebens nicht zur Mitte seines Handelns macht. Eine Gesellschaft, die nicht ausserhalb ihrer Selbst ihre Identität suchte, konnte keine Humanität sichern. In seiner am 3. August 1941 in Münster St. Lamberti gehaltenen berühmten Predigt fragte der Diözesanbischof die Versammelten: «Hast du, habe ich nur so lange das Recht zu leben, so lange wir produktiv sind, so lange wir von anderen als produktiv anerkannt werden? Wenn man den Grundsatz aufstellt und anwendet, dass man den ‹unproduktiven› Mitmenschen töten darf, dann wehe uns allen, wenn wir alt und altersschwach werden! Wenn man die ‹unproduktiven› Mitmenschen töten darf, dann wehe den Invaliden, die im Produktionsprozess ihre Kraft, ihre gesunden Knochen eingesetzt, geopfert und eingebüsst haben! Wenn man die ‹unproduktiven› Mitmenschen gewaltsam beseitigen darf, dann wehe unseren braven Soldaten, die als schwer Kriegsverletzte, als Krüppel, als Invaliden in die Heimat zurückkehren! Wenn einmal zugegeben wird, dass Menschen das Recht haben, ‹unproduktive› Mitmenschen zu töten – und wenn es jetzt zunächst auch nur arme, wehrlose Geisteskranke trifft –, dann ist grundsätzlich der Mord an allen ‹unproduktiven› Menschen, also an den unheilbar Kranken, den arbeitsunfähigen Krüppeln, den Invaliden der Arbeit und des Krieges, dann ist der Mord an uns allen, wenn wir alt und altersschwach und damit unproduktiv werden, freigegeben […] Dann ist keiner von uns seines Lebens mehr sicher. Irgendeine Kommission kann ihn auf die Liste der ‹Unproduktiven› setzen, die nach ihrem Urteil ‹lebensunwert› geworden sind. Und keine Polizei wird ihn schützen und kein Gericht seine Ermordung ahnden und den Mörder der verdienten Strafe übergeben! Wer kann dann noch Vertrauen haben zu einem Arzt? Vielleicht meldet er den Kranken als ‹unproduktiv› und erhält die Anweisung, ihn zu töten. Es ist nicht auszudenken, welche Verwilderung der Sitten, welch allgemeines gegenseitiges Misstrauen bis in die Familie hineingetragen wird, wenn diese furchtbare Lehre geduldet, angenommen und befolgt wird.» [32] (S. 878)
Bischof von Galen war sich der Gefahr, einer Inhaftierung durch die Gestapo nicht mehr entgehen zu können, völlig bewusst. Der Oberhirte verliess nach Predigt und Feier der Eucharistie die Lambertikirche durch den Heizungskeller der Sakristei, der über einen unscheinbaren Ausseneingang verfügte. Für den Fall seiner Verhaftung hatte Bischof von Galen folgende Massnahmen getroffen: Unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht seiner Inhaftierung sollten die Glocken aller Kirchen des Bistums Münster für eine volle Stunde läuten. Das einstündige Geläut sollte am folgenden Tag wiederholt werden. Danach – so die Anweisung – sollten die Glocken aller Kirchen des Bistums auf unbestimmte Zeit schweigen – denn der Bischof selber, der Hirte des Bistums Münster, war durch die Haft zum Schweigen gebracht worden. Nicht allein die unmissverständlichen Predigten, sondern auch die Kraft und Stärke, die aus solchen Anordnungen spricht, haben dem Bischof von Münster den bis heute mit Ehrfurcht ausgesprochenen Titel «der Löwe von Münster» eingebracht. Seine unmittelbar nach dem Krieg erfolgte Erhebung zum Kardinal war auch für das Ausland ein Zeichen, dass nicht alle Deutschen dem Ungeist der NS-Ideologie verfallen gewesen waren und dass auch in den dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte die Stimme der Wahrheit nicht zum Schweigen gebracht werden konnte.
Die Predigten des «Löwen von Münster» und besonders seine letzte vom 3. August 1941, die den «Krankenmord» thematisierte, erregten grosses Aufsehen [33] (S. 181–98). Bei allen Versuchen der Behörden, die Tötung der Kranken zu verheimlichen und jegliche Spuren zu verwischen, war in der Bevölkerung doch bekannt geworden, was in Wahrheit im Rahmen der «Aktion T4» geschah. Am 21. August 1941 erteilte Hitler den mündlichen Befehl, die «Aktion T4» abzubrechen. «Öffentliche Unmutsäusserungen in der Bevölkerung, Proteste von kirchlicher Seite – hier hebt die Forschung die besondere Bedeutung der berühmten ‹Euthanasie›-Predigt des Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen, hervor –, die Berichterstattung über die Patientenmorde im Ausland, Verschiebungen im Machtgefüge des NS-Regimes, der Überfall auf die Sowjetunion – alle diese Faktoren haben sicherlich eine Rolle gespielt.» [34] (S. 229)
Bischof von Galen selbst war für Hitler unantastbar. Die Bevölkerung des katholischen Münsterlandes stand einmütig hinter ihm. Hitler konnte seiner nicht habhaft werden, ohne grössere Unruhe zu entfachen. (Tagebuch J. Goebbels, zitiert nach Löffler [32] (Seite 884).) Beide christlichen Kirchen protestierten gegen die Tötungen auf der Grundlage der «Aktion T4». Bischof von Galen stand daher mit seinen Predigten nicht alleine.
Bereits am 6. November 1940 hatte sich der Erzbischof von München und Freising, Michael Kardinal Faulhaber (1869–1952), an Reichsjustizminister Franz Gürtner (1881–1941) mit den Worten gewandt: «Nach christlicher Lebensauffassung hat auch das kranke und leidende Menschenleben, nicht bloss das kämpferische und volkswirtschaftlich arbeitende, noch einen Beruf im Volksganzen zu erfüllen […] Es kann unserem Volk nicht nützen und nicht Recht sein, wenn durch ein solches Vorgehen der staatlichen Gesundheitspflege der Wert des einzelnen Menschenlebens und das Recht überhaupt zu leben so herabgesetzt und damit die Volksmoral bis ins Tiefste erschüttert wird […] Es kann unserem Volk nicht nützen, wenn durch die Beseitigung von Schwerkranken, die man als Volksschädlinge betrachtet, das Vertrauen zu den Ärzten und vollendes zu den Krankenanstalten im Volke zerstört wird.» (Zitiert nach H. Gruber [35] (S. 426–8)).
Darüber hinaus legte der Oberhirte des Bistums Limburg, Bischof Dr. Antonius Hilfrich (1873–1947), am 13. August 1941 beim Reichsjustizministerium Protest ein gegen die im hessischen Hadamar, das zu seinem Bistum gehört, exekutierten «Euthanasie»-Morde.
Ferner meldeten der Oberhirte des Bistums Rottenburg, Joannes Baptist Sproll (1870–1949) [36,37,38], sowie der Berliner Bischof Konrad Graf von Preysing (1880–1950) Proteste an. Der Dekalog-Hirtenbrief der deutschen Bischöfe vom 19. August 1943 lässt diesbezüglich keine Zweifel: «Tötung ist in sich schlecht, auch wenn sie angeblich im Interesse des Gemeinwohls verübt würde: An schuld- und wehrlosen Geistesschwachen und -kranken, an unheilbar Siechen und tödlich Verletzten, an erblich Belasteten und lebensuntüchtigen Neugeborenen, an unschuldigen Geiseln und entwaffneten Kriegs- oder Strafgefangenen, an Menschen fremder Rassen und Abstammung.» (Zitiert nach H. Gruber [35] (S. 492). Vgl. I. Richter [39].)

Verbreiter der «Euthanasie»-Predigt des Bischofs von Galen

Gleichwohl hatten andere Mitglieder der katholischen Kirche aufgrund dieser Predigten zu leiden, weil sie sich mit deren Inhalt öffentlich solidarisierten. Für den «Löwen von Münster» war es stets eine schwer zu tragende Last, dass die Gestapo nach anderen den Arm ausstreckte, um sie umso härter zu bestrafen. Die folgenden chronologisch gereihten Beispiele spiegeln lediglich eine Auswahl derjenigen Personen, die aufgrund ihres Widerstandes gegen die NS-Euthanasie eines gewaltsamen Todes gestorben sind.

Wilhelm Jansen

Der im Jahre 1888 in Monschau (Eifel) geborene Buchdrucker Wilhelm Jansen beschloss aus Protest gegen die NS-Ideologie im Jahre 1941, Flugblätter zu drucken, um seinem Gewissen Luft zu machen. Als Erstes wollte er eine der drei berühmten Predigten gegen die «Euthanasie» vervielfältigen. Die Tochter eines Mitarbeiters verriet jedoch die heimlich nächtliche Arbeit in der Druckerei an die Geheime Staatspolizei. In das Aachener Gefängnis eingeliefert, wurde Jansen in das KZ Dachau überstellt, in dem er am 13. Juni 1942 starb [40].

Josef Quinke

Der aus dem Sauerland stammende Bäckermeister Josef Quinke (1905–1942) legte den Soldaten seines Heimatortes, die in den Krieg ziehen mussten, in den Päckchen die Abschrift der bekannten Predigten des «Löwen von Münster» bei, die er auf einem eigenen Abzugsapparat nachts in einer Scheune vervielfältigt hatte. Dabei war er sich des Risikos, das er mit der Verbreitung bischöflicher Predigten des bei den NS-Machthabern verhassten Oberhirten eingegangen war, voll bewusst. Seine Antwort war, als er zur Vorsicht gemahnt wurde: «Meine Kameraden stehen an der Front und müssen ihr Leben einsetzen. Ich will nicht feiger sein als sie.»
Ein Denunziant zeigte ihn an, woraufhin Quinke verhaftet wurde. Am 16. Dezember 1942 starb er im KZ Sachsenhausen [41].

Hermann Lange, Eduard Müller, Johannes Prassek und Karl Friedrich Stellbrink

Die drei Lübecker Kapläne Hermann Lange (1912–1943), Eduard Müller (1911–1943), Johannes Prassek (1911–1943) und der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink (1894–1943) hatten, wie andere auch, die Predigten des Bischofs von Münster weitergegeben und in ihren Gesprächsrunden mit Gemeindemitgliedern erörtert. Ihnen wurde wegen «Wehrkraftzersetzung», «Rundfunkverbrechen» und «Feindbegünstigung» der Prozess gemacht. Hitler selber verfügte, dass in der Begründung des Todesurteils der vier Geistlichen die Predigten des «Löwen von Münster» keine Erwähnung zu finden hatten. Folgende Anordnung erging aus dem Justizministerium: «Der Inhalt der Anklagevorwürfe gegen Prassek u. and. und gegen Stellbrink ist dem Führer vorgetragen worden. Der Führer hat angeordnet, dass das Verfahren wegen der hochverräterischen Bestätigung der Beschuldigten durchgeführt wird, aus der Anklage aber jene Teile herausgenommen werden, die auf der Verbreitung der Predigt des Bischofs von Münster basieren.» (Anordnung aus dem Justizministerium, zitiert nach M. Trautmann [43] (S. 133).)
Offensichtlich fürchtete Hitler die Macht der Predigten und wollte mit dieser Massnahme der Aufmerksamkeit gegenüber den Predigten keine in seinen Augen unnötige Nahrung geben.
Die Verbreitung der Predigten hatte diese Anordnung jedoch nicht aufhalten können.

Arno Ertner

Der Ingenieur Arno Ertner (1904–1943) aus Luckenwalde bei Berlin, Vorsitzender des katholischen Männervereins, hatte Abschrihen von den drei berühmten Predigten des «Löwen von Münster» und sprach auch darüber. Wenige Tage, nachdem er verhahet worden war, wurde seine Ehefrau Maria darüber verhört, ob ihr Gatte diese Predigten gekannt habe.
Erst nach dem Tode Ertners am 15. Februar 1943 im KZ Dachau erfuhr seine Frau von einem Mithäftling, ihrem Mann sei in den Verhören der Geheimen Staatspolizei insbesondere die Kenntnis und Verbreitung der Galen-Predigten zur Last gelegt worden (vgl. [43]).

Maria Terwiel

Es sei hier auch noch die junge Juristin und «Halbjüdin» Maria Terwiel (1910–1943) genannt [44] (S. 182–6). «So vervielfältigte T. im Sommer 1941 auf ihrer Schreibmaschine die drei berühmt gewordenen Predigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen. Es waren hunderte, wahrscheinlich über tausend Exemplare, die sie mit vielen Durchschlägen auf der Maschine abtippte. Angesichts des Umfangs dieser Aktionen wird man sagen können, dass Terwiel und ihre Mitstreiter einen bedeutenden Beitrag zum Bekanntheitsgrad der Galen-Predigten in Berlin, und zwar nicht nur unter Katholiken, geleistet haben. Insbesondere das Verständnis von Recht und Gerechtigkeit des Münsteraner Bischofs dürfte die ungeteilte Zustimmung der jungen Juristen gefunden haben.» [44] (S. 184)

Bernhard Lichtenberg

Erinnert sei an den Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg (1875–1943), der in seinem an den Reichsärzteführer Dr. med. Leonardo Conti (1900–1945) gerichteten Brief vom 26. August 1941 die vorsätzliche Tötung behinderter Menschen in scharfer Form angeprangert hatte. Darin hatte der Geistliche «Rechenschaft für Ihr Verbrechen» gefordert, die «auf Ihr Geheiss oder mit Ihrer Billigung geschehen» sind. Nach der Verhaftung des Dompropstes vermutete ein Beamter des Reichskirchenministeriums als Grund für die Inhaftierung dessen Eingabe an den Reichsärzteführer. Lichtenberg verstarb am 5. November 1943 auf dem Weg in das KZ Dachau [45] (S. 132–8).

Richard Henkes

Als Pfarrer im Hultschiner Ländchen, das zum deutschen Teil des Erzbistums Olmütz (heute: Olomouc) gehörte, las und verteilte Pallottinerpater Richard Henkes (1900–1945) die von ihm persönlich vervielfältigten Predigten des Münsteraner Oberhirten Clemens August Graf von Galen. Ermahnungen von Mitbrüdern und Freunden, in seinem Reden vorsichtiger zu sein, beeindruckten den Ordensmann nicht. Bald darauftin verftahet, starb er am 22. Februar 1945 im KZ Dachau [46] (S. 1005–7).

Heinrich Körner

Der Landesgeschähsfüftrer der Christlichen Gewerkschaften in Westdeutschland, Heinrich Körner (1892–1945), der zum sogenannten Kölner Kreis gehörte, hat sich nachweislich an der illegalen Verbreitung der Predigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen beteiligt. Nach seiner Verhaftung wurde der dreifache Familienvater am 25. April 1945 im Gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet [47] (S. 228–30).
Keiner Ideologie kann es gestattet werden, das menschliche Leben einem Zweck unterzuordnen.

Josef Fehler

Der Geschäftsmann Josef Fehler (1893–1945) aus Bocholt (Westfalen) fertigte auf einer Schreibmaschine Abschriften der drei berühmten Galen-Predigten an, die er an Bekannte weitergab oder mit der Post weiterversandte. Eine Abschrift gelangte sogar in die UdSSR, wo sich einer seiner Lehrlinge als Soldat befand. Mit einem Gefangenentransport in das KZ Neuengamme bei Hamburg eingeliefert, starb der achtfache Familienvater am 3. Mai 1945 auf der Cap Arcona bei Neustadt in Holstein [48] (S. 549–52).

Ausblick

Der Gang durch dieses Kapitel der Medizingeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus anhand der vorgestellten Zeugen schärft die Wahrnehmung für die Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens.
Keiner Ideologie kann es gestattet werden – aus welchem Grund auch immer –, das menschliche Leben einem Zweck unterzuordnen.
Der Dienst medizinischer Forschung, die Arbeit der Ärzteschaft und der Pflegenden haben sich immer vor der Einmaligkeit und Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens zu verantworten und dem Geheimnis des Lebens zu dienen.
Die Untersuchungen über die Gesundheitspolitik in der Zeit des Nationalsozialismus dürfen nicht als abgeschlossen betrachtet werden, sondern verlangen nach weiteren quellengesättigten Dokumentationen.
Was Robert Jütte im Jahre 2011 schrieb, gilt auch weiterhin: «Die Geschichte der Gesundheitspolitik im ‹Dritten Reich› war lange Zeit ein nahezu unvermessenes Forschungsfeld. Dies änderte sich erst in den 1980er Jahren, dann aber mit einer solchen Geschwindigkeit, dass der britische Historiker Paul Weindling nicht ohne Hintersinn von einer ‹Volksbewegung› medizin- und biologiegeschichtlicher Arbeiten gesprochen hat. Sein Diktum bezieht sich erstens auf die rasch steigende Fülle einschlägiger Veröffentlichungen. Nicht zuletzt eine Fülle von Sammelbänden spiegelt die rasche Ausdifferenzierung des Forschungsstandes. Weindlings Diktum spielt zweitens darauf an, dass wichtige Anregungen dazu nicht aus dem professionellen Feld der deutschen Medizingeschichte kamen, sondern von aussen.» [1] (S. 12) Quod erat demonstrandum.

Disclosure statement

Der Autor hat keine finanziellen oder persönlichen Verbindungen im Zusammenhang mit diesem Beitrag deklariert.

Literatur

  1. Jütte R, Eckart WU, Schmuhl HW, Süss W. Medizin und Nationalsozialismus. Bilanz und Perspektiven der Forschung. Schule für Historische Forschung, Abteilung Geschichte, Göttingen, 2011.
  2. Schweizer M. Die psychiatrische Eugenik in Deutschland und in der Schweiz zur Zeit des Nationalsozialismus. Ein Beitrag zur geschichtlichen Aufarbeitung mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Schweiz. Bern: Peter Lang Verlag; 2002.
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