Das Handbuch der unipolaren und bipolaren Erkrankungen (1999) von A. Marneros erscheint 2004 erweitert und erneuert als: Das neue Handbuch der bipolaren und depressiven Erkrankungen. Es ist ein eindrückliches Volumen von fast 800 Seiten geworden, das von historischen Skizzen (mit Zitaten) über eine differenzierte Deskription (mit Kleist-Leonhardschen Anteilen) zur Explikation nosologischer Gruppierungen und Untergruppierungen (Dysthymia, Zyklothymia, saisonale, rapid-cycling Formen usw.) fortschreitet. Beginn, Verlauf, Langzeitausgang, Suizidalität. Dem folgt der ausführliche Abschnitt über Therapie und Prophylaxe, Psychotherapien. Dispositions- und Kausalmodelle umfassen Genetik, Transmitter, Biorhythmik, Neuropsychologie, Persönlichkeiten, Interaktionsmuster. Transkulturelle Aspekte, Epidemiologie, Komorbidität, Forensik. Spezialgebiete wie Affektstörungen im Ovulationszyklus, Wochenbett, Klimakterium. Affektstörungen im Jugendalter und Alter. Substanzabhängige und hirnorganische Störungen. Affektkrankheiten und Kreativität (mit pathographischen Listen).
Der Herausgeber widmet das Werk Jules Angst (Zürich). Im deutschsprachigen Bereich ist dieses Handbuch das umfangreichste zu Depressionen, Manie, Schizoaffektiver Krankheit, gut strukturiert und damit zum Lesen oder fokusierten Nachschlagen geeignet.
C. Scharfetter, Zürich
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