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Book Review

Heinz Schepank: Seelische Gesundheit im Langzeitverlauf – die Mannheimer Kohortenstudie. Ein 25-Jahres-Follow-up; Clinical Handbook of Insomnia

by
EMH Swiss Medical Publishers Ltd.
Münchensteinerstrasse 117, 4053 Basel, Switzerland
Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 2011, 162(7), 295-296; https://doi.org/10.4414/sanp.2011.02308
Published: 1 January 2011

Klaus Lieberz, Matthias Franz, Heinz Schepank: Seelische Gesundheit im Langzeitverlauf – die Mannheimer Kohortenstudie. Ein 25-Jahres-Follow-up.

Berlin: Springer; 2010. Gebunden, 250 Seiten.
Preis CHF 87.– / Euro 59,95.
ISBN 978-3-642-13056-4.
Die drei Autoren widmen diese reichhaltige Publikation Herrn Professor Dr. med. Heinz Schepank zu seinem 80. Geburtstag. Diese Langzeituntersuchung – «600 Probanden – 30 Jahre», wie es auf dem Umschlag heisst – ist eine der grössten Langzeitstudien mit Erwachsenen. Es zeigt sich, dass die Autoren wie alle Forscher, die Langzeitstudien unternehmen, sich mit grossen methodologischen und praktischen Schwierigkeiten auseinandersetzen mussten. Im Laufe der Untersuchung verändern sich Begriffe; Definitionen haben im Lauf der Jahre nicht mehr die exakt identische Bedeutung, und die Interessen und Ziele können sich trotz aller Vorsicht ändern. In praktischer Hinsicht sollen hier nur einige Punke erwähnt werden: Wechsel der Mitarbeiter, Finanzierung einer langdauernden Forschung, Auffinden der Patienten.
Diese Langzeituntersuchung beruht auf drei Gruppen mit je 200 Teilnehmenden (100 Frauen, 100 Männer) von drei Alterklassen, also 600 Teilnehmenden aus dem Krankengut des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim: Altersklasse 1935: «Nachwuchs für das NS Regime»; 1945: «Kriegsende: geboren im totalen Chaos»; 1955: «Aufwachsen im Wirtschaftswunder und im kalten Krieg». Die drei ersten Nachunter suchungen durch psychoanalytisch ausgebildete Ärzte und Psychologen fanden in der häuslichen Umgebung mit Hilfe eines standardisierten, halbstrukturierten Interviews statt. Sie wurden von 1979 bis 1982 (A Studie), 1983 bis 1985 (B Studie), 1991 bis 1994 (D Studie) und 2004 bis 2008 (E Studie) vorgenommen. Es ist, wie man sieht, ein g rosses Unternehmen, das trotz verschiedenen Hindernissen und «nachhaltiger personeller Inkonstanz» durchgeführt werden konnte. Eindrückliche Fallbeispiele illustrieren die umfassende Untersuchung.
Es wäre verwegen, hier einfache Schlussfolgerungen für Prävention und Therapie psychischer, somatischer und sozialer Störungen zusammenzufassen. Die Autoren weisen auf die komplexen Abläufe hin. In dieser Hinsicht sind einfache Modelle wie Trauma Krankheit zum Verständnis der Entwicklung ungenügend, wobei man natürlich betonen muss, dass die Proban den über Jahre, ja Jahrzehnte traumatischen Situa tionen ausgesetzt waren. Auch die einfache Einordnung nach den aktuellen Klassifikationssystemen kann psychogene Störungen nicht in angemessener Weise wiedergeben. Die Autoren zeigen, dass das Ausmass psychogener Beeinträchtigungen mit dem Einlaufen «in den ruhigen Hafen des Alters» nachlässt, wie dies Christian Müller und Luc Ciompi 1976 ebenfalls nachgewiesen haben. Im Rahmen der Variable «Support» wird unter anderem auf den Einfluss der Abwesenheit und Psychopathologie des Vaters eingegangen, einen von Hartmut Radebold, der das Geleitwort zu diesem Buch schreibt, wissenschaftlich bearbeiteter Themenkreis.
Und weiter? Es wäre zu viel und zu mühselig, die vielen Ergebnisse aufzuzählen. Das Studium dieser Arbeit lässt uns nicht ruhen. Sie fordert zur Diskussion, neuen klinisch diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Fragestellungen auf. In dieser Hinsicht muss vor allem auf die kritische und grundlegende Diskussion auf Seite 192ff. hingewiesen werden, deren Inhalt hier auch in Stichworten nicht wiedergegeben werden kann. Zukünftige Studien müssten auch die Resilienz, wie sie von Michael Rutter vor Jahrzehnten und in den letzten Jahren, vor allem im französischen Sprachgebiet, von Boris Cyrulnik dargestellt wurde, in das Design der Forschung einbezogen werden.
Wie angedeutet, kann eine Besprechung dieser jahrzehntelangen Untersuchung und der ausgezeichneten Veröffentlichung nur ungenügend sein. Das eingehende Studium wird jedem Leser zahlreiche klinische und wissenschaftliche Anregungen bringen.
Walter Bettschart, Crissier

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EMH Swiss Medical Publishers Ltd. Heinz Schepank: Seelische Gesundheit im Langzeitverlauf – die Mannheimer Kohortenstudie. Ein 25-Jahres-Follow-up; Clinical Handbook of Insomnia. Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 2011, 162, 295-296. https://doi.org/10.4414/sanp.2011.02308

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EMH Swiss Medical Publishers Ltd. Heinz Schepank: Seelische Gesundheit im Langzeitverlauf – die Mannheimer Kohortenstudie. Ein 25-Jahres-Follow-up; Clinical Handbook of Insomnia. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy. 2011; 162(7):295-296. https://doi.org/10.4414/sanp.2011.02308

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EMH Swiss Medical Publishers Ltd. 2011. "Heinz Schepank: Seelische Gesundheit im Langzeitverlauf – die Mannheimer Kohortenstudie. Ein 25-Jahres-Follow-up; Clinical Handbook of Insomnia" Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy 162, no. 7: 295-296. https://doi.org/10.4414/sanp.2011.02308

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EMH Swiss Medical Publishers Ltd. (2011). Heinz Schepank: Seelische Gesundheit im Langzeitverlauf – die Mannheimer Kohortenstudie. Ein 25-Jahres-Follow-up; Clinical Handbook of Insomnia. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy, 162(7), 295-296. https://doi.org/10.4414/sanp.2011.02308

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