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Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy is published by MDPI from Volume 176 Issue 1 (2026). Previous articles were published by another publisher in Open Access under a CC-BY (or CC-BY-NC-ND) licence, and they are hosted by MDPI on mdpi.com as a courtesy and upon agreement with Editores Medicorum Helveticorum (EMH).
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Editorial

Editorial

by
Thomas von Salis
Zürich, Switzerland
Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 2001, 152(5), 207; https://doi.org/10.4414/sanp.2001.01239
Published: 1 January 2001
Im vorliegenden Heft finden Sie Beiträge, die in sehr verschiedenen Gebieten den Stand des Wissens ausloten.
Besonders am Herzen liegt mir als Kinderpsychiater die Arbeit von Peter Fonagy. Sein Beitrag zur Forschung im Bereich der Behandlung von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen zeigt auf, wie sich die Gesichtswinkel verbreitert haben, um allmählich das ganze Spektrum der dem Kinderpsychiater geläufigen alltäglichen Praxis abzudecken.
Der Entwicklungsaspekt und, damit zusammenhängend, das Verschmelzen der therapeutischen und präventiven Angehensweisen, die Ausweitung des Feldes der Behandlungsziele und die allmähliche Integrierung der Therapieformen, die Mässigung der therapeutischen Ambitionen, die Multidisziplinarität, das «Chronic Care Model», die vermehrte Beachtung kontextueller Effekte und individueller Unterschiede sowie die hervorragende Bedeutung des «User Empowerments» – also des Ernstnehmens der Betroffenen! – bilden die Themen, auf die Fonagy in seiner grossen Übersicht eingeht.
Schlussfolgernd stellt er 19 Thesen auf, um zu beschreiben, was für die Therapieforschung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Davon möchte ich, um die Neugier der Leser und Leserinnen zu wecken, einige wenige hervorheben:
Ein kohärenter und konsistenter theoretischer Rahmen sollte die Praxis steuern, welche Krankheitsmodelle und Behandlung verbindet.
Die Beachtung des Prinzips, dass die Wirkungen und Einflüsse in beide Richtungen gehen, nicht nur vom Behandelnden auf den Patienten.
Die Bedeutung sowohl der biologischen als auch der psychosozialen Faktoren der Veränderung durch Veränderung des Gehirns.
Die Verwendung von Techniken, die dem Entwicklungsstand (zum Beispiel Vorschulstadium oder Adoleszenz) angemessen sind.
Das Ernstnehmen und der Einbezug der Erfahrungen derjenigen, die die Dienste in Anspruch nehmen.
Die weiteren Originalarbeiten stehen in einem – weit gefassten – Zusammenhang mit den obigen Fragen. Gerade das Thema der Früherfassung der Schizophrenie (Simon, Merlo und Ferrero) wirft Fragen der Behandlung auf, die auch in Fonagys Arbeit angeschnitten werden, wie zum Beispiel die systemische Arbeit mit den Jugendlichen und ihren Familien und die Berücksichtigung des Alters der Patienten. Junge Schizophrene können unter Umständen durch die Umgebung einer Erwachsenen-Klinik zusätzlich traumatisiert werden, was dazu geführt hat, dass spezialisierte Zentren, ambulant und stationär, für solche Patienten geschaffen worden sind.
Ein origineller Beitrag (Niveau und Kelley-Puskas) befasst sich mit der Gefahr, aus vorgefasster Meinung heraus Patienten zu Unrecht als Gefahr für den Verkehr zu brandmarken.
Der Beitrag über Eugen Bleuler (Hell, Scharfetter, Möller) ruft uns in einer Fussnote in Erinnerung, dass Eugen Bleuler in einem Brief an Prof. Jakobäus, Karolinska Institutet Stockholm, die Nominierung Freuds für den Nobelpreis unterstützt hat. Darin schreibt er: «Die ganze Psychopathologie – auch die seiner Gegner – hat durch seine Arbeiten eine wesentliche Umgestaltung erfahren ...» – Das ist wahrhaftig ein grosses Lob!
Eine Neuerung stellt die Wiedergabe einer Prüfungsarbeit in unserer Zeitschrift dar. Im Beitrag H. Koch-Webers geht es um eine jugendliche Patientin, und wir können dem FMHPrüfungsausschuss über die Schulter schauen, wenn er von allen eingegangenen Arbeiten diese für die Publikation auswählt. Es scheint den Erwachsenen-Psychiatern ein Anliegen zu sein, jugendliche Patienten frühzeitig und gut zu behandeln. Da ist eine Zusammenarbeit von Erwachsenen- und Kinder- und Jugendpsychiatern angesagt und der Einbezug der Kinder- und Jugendpsychiatrie ins Curriculum der Psychiater implizit gefordert.

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MDPI and ACS Style

von Salis, T. Editorial. Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 2001, 152, 207. https://doi.org/10.4414/sanp.2001.01239

AMA Style

von Salis T. Editorial. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy. 2001; 152(5):207. https://doi.org/10.4414/sanp.2001.01239

Chicago/Turabian Style

von Salis, Thomas. 2001. "Editorial" Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy 152, no. 5: 207. https://doi.org/10.4414/sanp.2001.01239

APA Style

von Salis, T. (2001). Editorial. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy, 152(5), 207. https://doi.org/10.4414/sanp.2001.01239

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