Next Article in Journal
Autoimmune Encephalitis
Previous Article in Journal
Evaluation et prise en charge des situations de jalousie amoureuse excessive
 
 
Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy is published by MDPI from Volume 176 Issue 1 (2026). Previous articles were published by another publisher in Open Access under a CC-BY (or CC-BY-NC-ND) licence, and they are hosted by MDPI on mdpi.com as a courtesy and upon agreement with EMH Editores Medicorum Helveticorum.
Font Type:
Arial Georgia Verdana
Font Size:
Aa Aa Aa
Line Spacing:
Column Width:
Background:
Book Review

Zentrum ist die Beziehung

by
Susanne Kunz Mehlstaub
Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 2024, 175(2), 36; https://doi.org/10.4414/sanp.2024.1388650633
Published: 1 January 2024
Sanpp 175 w50633 i001
Beziehungsgestaltung ist eine der Grundvoraussetzungen für eine psychiatrische oder auch psychotherapeutische Behandlung. In diversen Studien wurde auf den Wirkfaktor einer wohlwollenden Beziehung zwischen Therapeut und Patient hingewiesen. Schon im ersten Moment der Begegnung entscheidet sich, ob es zu einer gelingenden Beziehung kommen kann oder nicht. Somit haben die Erst-oder Abklärungsgespräche eine grosse Bedeutung für das Gelingen dieser besonderen Beziehung. Es ist eine ungleiche Beziehung und auch nicht. Beide Parteien müssen entscheiden, ob sie sich aufeinander einlassen können und wollen. Dennoch ist es für den Patienten ungleich schwieriger Vertrauen zu entwickeln. Zum einen besteht zwar der Leidensdruck, zum anderen aber auch die Scham, sich einem Fremden öffnen zu müssen. Es braucht deutlich mehr Vertrauensvorschuss von Seiten des Patienten, aber auch der Therapeut muss sich Gedanken machen, ob er sich auf eine Beziehung mit diesem Menschen einlassen kann.
Dieses Werk befasst sich nun mit allen Stadien und Phasen der Beziehungsgestaltungund Kontaktaufnahme. Der Autor greift dabei vor allem auch die grossen Themen der Therapieprozesse auf. Dazu gehört das therapeutische Bündnis, Rupturen und drohende Therapieabbrüche, Schweigen in der Therapie, Idealisierung und Entwertung, Sexualisierung oder auch suizidale Krisen und Belastungen der therapeutischen Beziehung, werden als Prozessphänomene vertieft erörtert. Die Beschreibungen aus analytischer Sicht sind sehr praxisbezogen und bringen den Leser unmittelbar in Kontakt mit eigenen Erfahrungen. Die in den Prozessbeschreibungen auftretenden Phänomene werden den Diagnosen mit ihren häufig schwierigen Dynamiken zugeordnet. Das Gebiet der Beziehungsgestaltung ist ebenfalls zentraler Gegenstand in Supervisionen, in welchen verschiedenste Perspektiven gelingender wie schwierigerer Konstellationen reflektiert werden sollten, um eine Weiterentwicklung für den Patienten wie für den Therapeuten anzuregen. Die Fokussierung auf dieses Thema ist noch selten so umfassend und anschaulich gelungen wie in dem vorliegenden Werk.

Share and Cite

MDPI and ACS Style

Mehlstaub, S.K. Zentrum ist die Beziehung. Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 2024, 175, 36. https://doi.org/10.4414/sanp.2024.1388650633

AMA Style

Mehlstaub SK. Zentrum ist die Beziehung. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy. 2024; 175(2):36. https://doi.org/10.4414/sanp.2024.1388650633

Chicago/Turabian Style

Mehlstaub, Susanne Kunz. 2024. "Zentrum ist die Beziehung" Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy 175, no. 2: 36. https://doi.org/10.4414/sanp.2024.1388650633

APA Style

Mehlstaub, S. K. (2024). Zentrum ist die Beziehung. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy, 175(2), 36. https://doi.org/10.4414/sanp.2024.1388650633

Article Metrics

Back to TopTop