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Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy is published by MDPI from Volume 176 Issue 1 (2026). Previous articles were published by another publisher in Open Access under a CC-BY (or CC-BY-NC-ND) licence, and they are hosted by MDPI on mdpi.com as a courtesy and upon agreement with Editores Medicorum Helveticorum (EMH).
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Psychometrische Differenzierung von Schizophrenen, schizoaffektiven, depressiven und alkoholabhängigen Patienten

by
S. Klosak
1 and
K. E. Bühler
1,2,*
1
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, am Zentrum für Nervenheilkunde der Universität Marburg, Marburg, Germany
2
Abteilung für Psychiatrie, am Zentrum für Nervenheilkunde der Universität Marburg, D-35033 Marburg, Germany
*
Author to whom correspondence should be addressed.
Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 1999, 150(5), 238-247; https://doi.org/10.4414/sanp.1999.01112
Published: 1 January 1999

Summary

In the present study an extensive battery of psychometric tests (MWT-B, WIP-GF, SASKA, SPM, LPS [3+4], CFT3 and d2) was administered to a group of 34 schizophrenics and 31 chronic alcoholics. The results were compared with a nonclinical sample and that of patients with major depression and schizoaffective disorder undertaken in a previous study [3]. This battery of tests is recommended as an additional diagnostical aid if the psychiatric diagnosis, related to the case history of the patient, is uncertain. In practice, a combination of CFT3 and d2 is recommended. The total length of these tests should be approximately 30 minutes if the CFT3 is shortened.

Zusammenfassung

In der vorliegenden Untersuchung wurden die kognitiven Leistungen einer Gruppe Schizophrener (n = 34) und chronisch Alkoholkranker (n = 31) mit der Normstichprobe und einer Gruppe Schizoaffektiver und Depressiver [3] anhand einer umfangreichen Testbatterie (MWT-B, WIP-GF, SASKA, SPM, LPS [3+4], CFT3 und d2) verglichen.
Es wird die Möglichkeit aufgezeigt, die Testbatterie als zusätzliches diagnostisches Hilfsmittel zu verwenden, wenn bei der eigentlichen psychiatrischen Anamnese und Diagnose Unsicherheiten auftreten. Für die Praxis wird eine Zweierkombination aus CFT3 und d2 empfohlen, deren Gesamttestdauer bei einer zusätzlichen Verkürzung des CFT3 ungefähr 30 Minuten beträgt.

Einleitung

In zwei vorangehenden Studien wurde bereits die kognitive Leistungsfähigkeit einer Gruppe Schizophrener [1] und die psychometrische Differenzierung schizoaffektiver und schizophrener Psychosen [2] anhand einer aus 7 Leistungstests bestehenden Testbatterie untersucht. In Anlehnung an diese Untersuchung werden in der vorliegenden Studie die Ergebnisse der Patientengruppe der Schizophrenen, Schizoaffektiven, Depressiven und Alkoholkranken mit der gleichen Testbatterie psychometrisch differenziert. Um diesen Gruppenvergleich durchzuführen, wurden die Testergebnisse einer Gruppe von Schizoaffektiven und Depressiven [3] in die statistische Auswertung mit einbezogen. Mit Hilfe des Aussenkriteriums «Kognitives Leistungsprofil» sollen folgende Fragen beantwortet werden:
Unterscheiden sich die 4 Gruppen zum Testzeitpunkt (Remission, 2. Abstinenzwoche) signifikant von der Normstichprobe?
Gibt es zwischen den 3 Psychosegruppen zu Beginn der Remission signifikante Unterschiede in bezug auf verbale gegen nonverbale, abstrakt-logische Fähigkeiten, zeitabhängige und zeitunabhängige Leistungen?
Kann die Testbatterie als differentialdiagnostisches Hilfsmittel zur Differenzierung der 3 Psychosegruppen verwendet werden?
Sind kognitive Defizite für eine Gruppe von Alkoholkranken spezifisch, d. h. haben sie diskriminatorische Bedeutung, oder sind diese auch bei anderen psychiatrischen Erkrankungen festzustellen?

Methode, Patienten und Versuchsdurchführung

Methode
Die Auswahl der verschiedenen Tests erfolgte aufgrund von Hypothesen, die im Schrifttum diskutiert werden. Alle verwendeten Tests zeigen eine vergleichbar hohe Reliabilität.
Der Wertevergleich erfolgte auf der Ebene der Z-Skala (Mittelwert 100, Varianz 10).
Testmaterial
MWT-B [4]
WIP-GF [5]
SASKA [6]
Standart Progressive Matrices [7] LPS [8]
CFT3 [9]
Test d2 [10]
Mini-Mental-Status [11]
Es werden sowohl sprachliche (MWT-B, WIP, SASKA) als auch nichtsprachliche Tests (RAVEN, LPS, CFT3) verwendet. Während der MWT-B nur auf früher Gelerntes abzielt, wird beim WIP-GF auch das Abstraktionsvermögen erfasst. Beim SASKA werden beide kognitiven Komponenten getestet. Bei den abstrakt-logischen Tests, die das Finden einer objektiven Regel erfordern, werden die kognitiven Leistungen sowohl zeitabhängig (CFT3, LPS [3+4]) als auch zeitunabhängig (RAVEN) gemessen. Der Faktor «geistige Flexibilität» bei logischen Denkoperationen wird hierbei im CFT3 durch höhere Unterschiedlichkeit der Aufgabentypen stärker berücksichtigt als im LPS [3+4] und RAVEN. Zudem wird ein unterschiedlicher Schwierigkeitsgrad der Items in ähnlichen Denkoperationen beachtet (z.B. enthält der CFT3 schwierigere Aufgaben als das LPS [3+4] in der Denkoperation logisches Denken). Im Konzentrations-Belastungstest d2 schliesslich wird die visuelle Aufmerksamkeitsanspannung und Konzentrationsfähigkeit unter extrem starkem Zeitdruck überprüft. Der Mini-Mental-Status wurde als Eingangstest verwendet, um eine potentielle Demenz und hirnorganische Beeinträchtigung der Patienten auszuschliessen.
Diagnostik
SKID [12]: Das strukturierte Klinische Interview wurde in der vorliegenden Untersuchung als zusätzliches Instrument zur Diagnosesicherung in Zweifelsfällen, besonders bei den Patienten mit schizoaffektiver Psychose und Major Depression, angewendet.
Patienten
Schizophrene
Die Tests wurden bei 34 schizophrenen Versuchspersonen durchgeführt, die in der Universitätsklinik Marburg in den Jahren 1992–1995 in Behandlung waren. Die Diagnose der Schizophrenie wurde durch die behandelnden Ärzte gestellt und aufgrund der Krankenakten nach ICD-10-Forschungskriterien (ICD-10: F20.0; F20.1) verifiziert. Die Tests wurden zu Beginn der Remission durchgeführt, da eine solch kooperations- und motivationsbedürftige Untersuchung nicht auf dem Höhepunkt der psychotischen Symptomatik durchgeführt werden kann. Die Einschlusskriterien waren, in Anlehnung an Vogt [13]:
Verbal-IQ >80,
Beginn der Erkrankung vor dem 40. Lebensjahr,
wiederholte stationäre Behandlung,
Fehlen hirnorganischer Begleitursachen,
kein primärer Alkoholismus und Drogenmissbrauch in der Anamnese,
paranoide oder halluzinatorische Episoden sowie formale Denkstörungen in der Anamnese,
keine schizoaffektive Mischpsychose (Ausschluss von Patienten mit dominierender affektiver Symptomatik).
Die verwendeten Diagnosekriterien lehnen sich an die von Feigher et al. [14] entwickelten St. Louis-Kriterien in der modifizierten Form nach Taylor und Abrams [15] an, die sich in verschiedenen Studien, in denen verschiedene Diagnosesysteme verglichen wurden, als besonders enge Systeme erwiesen haben. Je nach Symptomatik wurden die Patienten mit mittel- bis hochpotenten Neuroleptika und niedrigpotenten Neuroleptika zur Nacht behandelt. Das Durchschnittsalter der aus 44% weiblichen und 56% männlichen Patienten bestehenden Gesamtgruppe betrug 37 Jahre. 44% hatten einen Hauptschul- oder Volksschulabschluss, 35% einen Realschulabschluss, 21% die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife. 6% der Patienten hatten keinen Beruf erlernt, 58% waren Arbeiter, 36% Angestellte oder Beamte.
Schizoaffektive und depressive Patienten
Die Testergebnisse der Gruppe der Schizoaffektiven und Depressiven [3] wurden mit der gleichen Methodik erhoben und gingen in die statistische Auswertung dieser Studie mit ein. Burg [3] untersuchte 30 Patienten mit einer Major Depression und 40 mit einer schizoaffektiven Psychose. Die Untersuchung fand zu Beginn der Remissions-phase statt. Der schizoaffektiven Störung wurden die Kriterien des DSM-III-R [16] zugrunde gelegt. Die schizoaffektive Stichprobe wurde nach der aktuellen affektiven Symptomatik in 16 schizodepressive und 24 schizomanische Patienten aufgeteilt. Diese Unterscheidung ermöglichen das Research Diagnostic Criteria (RDC) [17] und die ICD-10. Die Schizodepressiven waren durchschnittlich 40,94, die Schizomanischen 35,5 Jahre alt. Die Krankheitsdauer betrug für die Schizodepressiven im Mittel 11,56 Jahre, die der Schizomanischen 9,21 Jahre. Die Patienten wurden mit niedrigpotenten Neuroleptika zur Nacht und, je nach Symptomatik, mit mittel- bis hochpotenten Neuroleptika und teilweise kombinierter Antidepressiva-Gabe behandelt. Der Schweregrad musste als schwer, ohne psychotische Merkmale beurteilt werden. Die Symptome führten zu einer deutlichen Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähigkeit oder der gewöhnlichen sozialen Aktivitäten oder der Beziehung zu anderen. Die Depressiven waren im Mittel 3,2mal in Behandlung, hatten eine durchschnittliche Krankheitsdauer von 8,5 Jahren und waren im Mittel 49 Jahre alt. Die untersuchten depressiven Patienten waren durchwegs mit einer mittleren antidepressiven Dosis mediziert. Bei allen 3 Gruppen stellte sich die Geschlechtsverteilung als etwa 2:1 zugunsten des weiblichen Geschlechts dar, was den Angaben in der Literatur weitgehend entspricht (vergl. [18,19]).
Für beide Gruppen galten noch folgende Kriterien:
kein gegenwärtiger oder anamnestischer Alkohol- oder Drogenabusus, der Benzodiazepin- Missbrauch war ausdrücklich darin eingeschlossen;
keine hirnorganischen oder sonstigen beeinträchtigenden, körperlich begründbaren Begleiterkrankungen;
Verbal-IQ >80 im MWT-B, dies war ein operationales Kriterium für die Testierfähigkeit und diente zum Ausschluss einer Minderbegabung;
kooperative Mitarbeit der Patienten im Stationsalltag;
der Altersbereich lag zwischen 19 und 66 Jahren;
die Patienten mussten ausreichend motiviert sein und sich in der Remissionsphase befinden.
Alkoholabhängige
In die Studie eingeschlossen sind 31 chronische Alkoholkranke, die in den Jahren 1992 bis 1995 im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Marburg zur freiwilligen stationären Entgiftung in Behandlung waren. Die Diagnose des Alkoholismus erfolgte durch die behandelnden Ärzte und wurde aufgrund der Krankenakten nach ICD-10-Forschungskriterien (ICD-10: F10.2; F10.3) verifiziert. Die Patienten mussten zusätzlich folgende Kriterien erfüllen, um in die Versuchsgruppe aufgenommen zu werden:
Alter zum Testzeitpunkt <60 Jahre,
Verbal-IQ >80,
minimale Abstinenz zum Testzeitpunkt 7 Tage, maximale Abstinenz 12 Tage,
keinerlei Medikation zum Testzeitpunkt,
keine klinisch auffälligen hirnorganischen Störungen der Patienten und Ausschluss einer Demenz durch den Mini-Mental-Status,
Diagnose einer reinen Alkoholabhängigkeit im engeren Sinn durch das SKID (Gammaund Delta-Typ),
kein Alkohol in der Familienanamnese.
Die Patienten nahmen freiwillig an der Untersuchung teil, wobei sie ausführlich über den Inhalt und Zweck informiert wurden. Eine individuelle Auswertung der Ergebnisse wurde zugesichert und durchgeführt. Besonders die Beschränkung auf Patienten mit reiner Alkoholabhängigkeit erwies sich als schwierig, da viele Patienten eine gleichzeitige Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit bzw. ein Korsakow-Syndrom aufwiesen. Ein weiterer bedeutsamer Selektionsfaktor der Untersuchung war der Ausschluss von Patienten mit klinisch auffälligen hirnorganischen Störungen bzw. mit dementiellen Veränderungen. Auch die Störvariable «positive Familienanamnese», die in der Literatur häufig als ein Prädiktor für spätere kognitive Defizite angesehen wird [20,21,22,23], wurde in dieser Studie ausgeschlossen. Die Patienten waren zwischen 20 und 55 Jahre alt, das Durchschnittsalter betrug 40 Jahre, das mittlere Alter bei Ersterkrankung 25 Jahre (Beginn der Erkrankung definiert über den ersten Kontrollverlust oder Zeichen körperlicher Abhängigkeit). Für die Krankheitsdauer der Patienten ergab sich: 39% waren länger als 15 Jahre, 32% 10-15-, 16% 5-9-, 13% weniger als 5 Jahre krank. Im Schnitt war jeder Alkoholkranke zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits 3,5mal stationär aufgenommen. Die durchschnittliche Abstinenzzeit der Patienten zum Testzeitpunkt betrug 10,5 Tage. Der Anteil an Männern der vorliegenden Studie betrug 84%, der Frauenanteil 16%.

Versuchsdurchführung

Die Versuchsdurchführung wurde wegen der erforderlichen Konzentrationsleistung auf durchschnittlich 3 Sitzungen verteilt. Sie fand in Räumen statt, die relativ frei von äusseren Einflüssen waren. Die Untersuchungstermine für die Patienten wurden immer zwischen 14 und 18 Uhr nachmittags gelegt, da einerseits der Stationsablauf dann grössere zeitliche Freiheit erlaubt und andererseits das morgendliche Stimmungs- und Motivationstief depressiver Patienten eine Testbearbeitung erschwert.

Ergebnisse

Testergebnisse der schizophrenen, schizoaffektiven, depressiven und alkoholkranken Patienten
Tabelle 1 zeigt die Mittelwerte und Standardabweichungen der 4 Stichproben, wobei die Werte der depressiven und schizoaffektiven Patienten von Burg [3] übernommen wurden. Die tendenziellen Unterschiede zwischen den Mittelwerten der einzelnen Diagnosegruppen stellt Abbildung 1 graphisch dar.

Testergebnisse der verschiedenen Gruppen im Vergleich zur Normstichprobe

Der Vergleich zur Normstichprobe (Tabelle 2) wurde mit dem t-Test für unabhängige Stichproben durchgeführt. Die Ergebnisse der Schizoaffektiven und Depressiven wurden von Burg [3] übernommen, wobei die Schizoaffektiven in eine schizomanische und schizodepressive Untergruppe aufgeteilt wurden.

Einfaktorielle Varianzanalyse und Vergleich der Mittelwerte im Duncan-Test

Der Vergleich der Mittelwerte der Testergebnisse zwischen den Schizophrenen, Schizoaffektiven, Depressiven und Alkoholikern wurde mit dem einfaktoriellen ANOVA-Programm durchgeführt. Anschliessend kam der Duncan-Test für multiple Mittelwertvergleiche zur Anwendung, bei dem ein stufenweiser Vergleich auf der Basis der Studen-Verteilung auf dem 5%-Niveau der Signifikanz durchgeführt wurde (Tabelle 3):
Auffällig ist, dass sich Schizoaffektive (SA), Depressive (D) und Alkoholiker (A) in fast allen Tests von den Schizophrenen (S), die bei diesen Tests die schlechtesten Ergebnisse erzielen, signifikant unterscheiden. Dies deutet im Gruppenvergleich auf eine globale kognitive Beeinträchtigung der S hin. Ausnahme ist der d2, bei dem sich D und S nicht signifikant voneinander trennen lassen. Der d2 erweist sich als einziger Test brauchbar zur differentiellen Unterscheidung von SA und D. A und SA unterscheiden sich ausschliesslich im RAVEN signifikant voneinander. Aus der Reihe fällt das LPS [3+4], das als zeitabhängiger Test die einzelnen Diagnosegruppen nur von den S signifikant diskriminiert.

Diskriminanzanalyse der vier Gruppen hinsichtlich der verwendeten Testbatterie

Mit Hilfe der Diskriminanzanalyse wird in dieser Studie die Frage untersucht, mit Hilfe welcher der verwendeten Intelligenztests – isoliert oder in Kombination – eine effektive Unterscheidung von Alkoholkranken, Schizophrenen, Schizoaffektiven und Depressiven möglich ist und ob aufgrund dieser Intelligenzitems psychisch Kranke der 4 verschiedenen Patientengruppen einer bestimmten psychiatrischen Kategorie zugeordnet werden können (Klassifizierung). Die Variable LPS [3+4] musste jedoch aus der Diskiminanzanalyse ausgeschlossen werden, da dieser Test sehr hoch mit den anderen Intelligenzitems korrelierte (r = 0,72). Durch Ausschluss dieser Variable wurde verhindert, dass Verzerrungen entstanden und der Einfluss einer Variablen durch den Koeffizienten einer anderen Variablen zu stark beeinflusst wird. In der vorliegenden Untersuchung wurden von der Diskriminanzanalyse 3 Diskriminanzfunktionen geschätzt. Die relative Wichtigkeit der ersten Diskriminanzfunktion war mit 55,45% Eigenwertanteil am höchsten, gefolgt von Funktion 2 (38,41%). Funktion 3 hatte mit 6,14% den geringsten Eigenwertanteil (Varianzanteil) und wurde daher bei der weiteren Betrachtung nicht mehr berücksichtigt.
Tabelle 4 zeigt die standardisierten kanonischen Diskriminanzfunktionskoeffizienten. Die Grössen des Betrags der Koeffizienten können als Indikatoren für die relative Wichtigkeit der Variablen innerhalb der beiden Diskriminanzfunktionen interpretiert werden, wenn die Variablen selbst nicht nennenswert miteinander korrelieren. Die 6 verschiedenen Intelligenzitems korrelieren untereinander mit Werten zwischen r = 0,3 bis r = 0,5, was in Anbetracht der Tatsache, dass alle Variablen die gleiche Dimension haben (Intelligenz messen), vertretbar ist. Die 1. Funktion repräsentiert in erster Linie das «kognitive Tempo», das durch den CFT3 und den d2 gemessen wird. Geometrische Aufgaben, die es erfordern, in starker Zeitbegrenzung eine objektive Regel zu finden (CFT3), haben hierbei eine grössere Wichtigkeit für die Gruppentrennung als die Fokussierung der visuellen Aufmerksamkeit unter extremem Zeitdruck (d2). In Abbildung 2 werden graphisch die Gruppenzuordnungen in Abhängigkeit der Werte der zwei Funktionen dargestellt. Tabelle 5 zeigt für jede Gruppe die Anzahl richtig und falsch klassifizierter Fälle. Bei einer Testkombination, bestehend aus CFT3, d2 und RAVEN, sinkt die Trefferquote jedoch nur unwesentlich auf 45,46%, so dass diese 3 Tests zusammen zur Klassifizierung beitragen können.

Diskussion

Zahlreiche Studien berichten über ein generelles kognitives Leistungsdefizit bei Schizophrenen, das durch die vorliegende Studie auf dem 0,5%-Niveau der Signifikanz bestätigt wird (z.B. [24,25,26]).
Als gesicherte Erkenntnis in der Literatur gilt die kognitive Beeinträchtigung von Schizophrenen im Bereich der Konzentration und Daueraufmerksamkeit, was in dieser Studie durch das schlechte Testergebnis im d2 bekräftigt wird. Hierbei spielen Störungen der Aufmerksamkeit und Reizselektion eine entscheidende Rolle [30]. Der Aufmerksamkeitsfaktor ist sogar so sensibel, dass Patienten mit hohem genetischem Risiko für Schizophrenie in einer Studie signifikante Defizite im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten [31]. Es gibt jedoch divergierende Meinungen in der Literatur in bezug auf die abstrakt-logischen Fähigkeiten bei Schizophrenen. Häufig wird von einer generellen Einschränkung des abstrakt-logischen Denkens bei Schizophrenen ausgegangen [26,32], was sich auch in der vorliegenden Studie bestätigt. In einer leistungspsychologischen Querschnittsuntersuchung bei Schizophrenen mit subchronischem und chronischem Krankheitsverlauf [33] wurden jedoch bei chronisch Schizophrenen im Gegensatz zu subchronisch Erkrankten bemerkenswert dissoziierte Leistungsschwankungen festgestellt (hohe logisch-formale Abstraktionsleistungen, niedrige Tempoleistungen im handlungsbezogenen Konzentrationsverfahren). Auf dem 0,1%-Niveau der Signifikanz sind in der vorliegenden Studie nur die Leistungen in den zeitbegrenzten abstraktlogischen Tests vermindert. Der RAVEN wurde ohne Zeitdruck von den Schizophrenen im Vergleich zur Normstichprobe so gut wie die sprachlichen Tests bearbeitet. Es zeigt sich insgesamt eine grössere Stabilität verbaler Funktionen im Vergleich zum abstrakt-logischen Denken, das von einem drastischen Abbau (CFT3, LPS) betroffen ist. Da aber auch sprachliche Fähigkeiten und zeitunabhängige Tests («effortless tasks») betroffen sind, kann man davon ausgehen, dass die defizitäre Tempomotivation (CFT3, LPS und besonders d2) diesen Abbau nicht hinreichend erklärt. Ein Einsatz kognitiver Trainingsprogramme, der von einigen Autoren empfohlen wird, ist aufgrund unserer Ergebnisse bei der Rehabilitation von schizophrenen Patienten sinnvoll (vergl. [34,35,36]).
In einigen Untersuchungen wurden keine oder nur sehr geringe Unterschiede zwischen Schizophrenen und affektiven Psychosen festgestellt [37,38]. Akut und chronisch erkrankte Schizophrene zeigten in einer Studie fast identisch schlechte kognitive Leistungen, während im Stadium der vollen Remission sogar ein den gesunden und depressiven Patienten ähnliches Leistungsprofil gefunden wurde [39]. Die vorliegende Studie widerspiegelt jedoch signifikante Unterschiede zwischen Schizophrenen und Depressiven in allen Tests, mit Ausnahme des d2.
Ein Vergleich der perzeptiv-kognitiven Belastungen zwischen Patienten mit depressivem Syndrom, manischem Syndrom, Schizophrenie und schizoaffektiver Psychose hatte zum Ergebnis, dass Patienten mit depressivem Syndrom das langsamste persönliche Tempo und eine hohe Interferenz zeigten, während die Maniker der Perzeptionsbelastung von allen Gruppen am besten widerstanden [40].
Die Ergebnisse der Depressiven waren in der vorliegenden Untersuchung jedoch in den stark zeitabhängigen Tests besser als die der Schizophrenen.
In der Literatur wird auch über schlechtere kognitive Leistungen Schizophrener gegenüber Patienten mit affektiver Psychose in den Faktoren Aufmerksamkeit, Belastung, psychomotorische Geschwindigkeit, verbales und visuelles Gedächtnis und Abstraktion berichtet [41], was zum Teil in dieser Studie bestätigt wird.
Kognitive Defizite von Schizophrenen wurden jedoch nicht immer als schizophrenietypisch angesehen, sondern auch bei anderen psychiatrischen Krankheiten, besonders bei manischen Patienten, gefunden [42,43].
Vermutlich spielt auch im Gruppenvergleich die Heterogenität der Gruppe der Schizophrenen [44,45] und der Patienten mit affektiven Störungen [46,47] bezüglich widersprüchlicher Ergebnisse eine Rolle.
Betrachtet man die Gruppe chronischer Alkoholkranker in der vorliegenden Untersuchung, so ist der Faktor Konzentration unter starkem Zeitdruck 7–14 Tage nach Abstinenz als einziger Faktor gegenüber der Normalpopulation signifikant beeinträchtigt.
Dies stimmt mit Meinungen in der älteren Literatur überein, dass durch Alkoholismus alle kognitiven Funktionen geschädigt würden, die in hohem Masse Geschwindigkeitskomponenten enthalten [50,51,52]. Da ausschliesslich der Faktor Konzentration beeinträchtigt war, stimmen die Ergebnisse der vorliegenden Studie mit Untersuchungen überein, die bei chronischen Alkoholikern nur geringe bzw. keine Defizite fanden [55,56,57,58]. Die Auffassung von einer mehrschichtigen kognitiven Schädigungsstruktur (u.a. [52,59,60,61]), lässt sich mit dieser Untersuchung testpsychologisch somit nicht untermauern. Vielmehr zeigt sich überraschend, dass die Patienten in den nicht zeitabhängigen Tests signifikant besser als die Normstichprobe abschneiden und in den zeitabhängig-abstrakten Tests genau so gut sind wie die Normstichprobe. Hierbei spielen einerseits die mögliche Rückbildung der Defizite in der 2. Abstinenzwoche und vermutlich motivationale Effekte eine entscheidende Rolle. Die Patienten waren nach eingehender Aufklärung über die Reversibilität kognitiver Defizite motiviert, ihre krankheitsbedingten Schwächen zu erkennen und entstandene kognitive Schwächen wieder zu trainieren. Hieraus ergibt sich, wie schon oft vorgeschlagen, die Notwendigkeit, in der Rehabilitation mehrstufige kognitive Trainingsprogramme einzusetzen, die besonders kognitive Schnelligkeit und Konzentration trainieren. Diese kognitiven Rehabilitationstechniken sollten fester Bestandteil der Therapie der Alkoholkrankheit werden [62]. Auch das Auftreten von starken Defiziten in visuell-räumlichen [63,64] und verbalen Fähigkeiten [65,66] konnte mit der vorliegenden Studie nicht bestätigt werden. Es zeigt sich im Vergleich zur Normstichprobe, dass Alkoholiker die sprachlichen Aufgaben besser als die nichtsprachlichen bearbeiten. Interessant ist hierbei die Position des RAVEN, der als abstrakt-logischer Test von den Patienten genau so gut wie die sprachlichen Tests, die alle zeitunabhängig sind, bearbeitet wurde. Die Hypothese der Hemisphärenspezifität (z.B. [67,68]) kann daher mit der vorliegenden Studie nicht untermauert werden. Auch die von Wegener [69] aufgestellte Hypothese, dass die auffallende Tatsache, dass chronische Alkoholiker in vielen Untersuchungen gute kognitive Leistungen erbringen, ausschliesslich auf den geringen Schwierigkeitsgrad der verwendeten Testaufgaben zurückzuführen sei, konnte in der vorliegenden Studie nicht bestätigt werden. Die Patienten zeigten im CFT3, der am schwierigsten von allen Tests zu lösen ist, keine Beeinträchtigung im Vergleich zur Normalbevölkerung. Bestätigt werden konnte dagegen teilweise die These, dass das Alter einen signifikanten Faktor bezüglich neuropsychologischer Leistungen darstellt [70]. So wurden im CFT3 und d2 signifikant negative Korrelationen zwischen Alter und Testleistung festgestellt.
Im Vergleich mit den anderen Diagnosegruppen zeigen die Alkoholkranken die besten Testergebnisse, unterscheiden sich von den S in allen, von den D nur in den stark zeitabhängigen Tests (CFT3, d2) und von den SA nur im RAVEN. Die widersprüchlichen Ergebnisse bei Alkoholkranken in der Literatur könnten daher zum Teil mit der hohen Komorbiditätsrate [71,72], besonders was depressive Störungen angeht, begründet werden, wobei alkoholspezifische kognitive Defizite häufig durch Depression bedingte Einbussen überlagert werden.
Diese depressionsbedingten kognitiven Defizienzen bei Alkoholkranken sollten in der Zukunft weiter untersucht werden, um spezifisch chronisch neurotoxische Effekte bei Alkoholismus deutlicher hervortreten zu lassen.
Fasst man die Ergebnisse der Varianz- und Diskriminanzanalyse dieser Studie zusammen, so können mit Hilfe einer Kombination aus CFT3 und d2 Schizophrene, Schizoaffektive und Depressive signifikant unterschieden werden. Der Faktor «Konzentration» und die «kognitive Tempoleistung im logischen, mit Flexibilität verbundenem Denken» spielen hierbei die entscheidende Rolle. Eine Klassifizierung ist mit einer Dreierkombination (CFT3, d2, RAVEN) mit einer Wahrscheinlichkeit von 45,46% zwar möglich, jedoch zu gering, um die Testbatterie als Screening-Instrument einzusetzen. Dies ist auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Gruppen durch Ein- und Ausschlusskriterien einer Selektion unterworfen werden, die der Untersucher in der Praxis erst noch vornehmen müsste, nicht zweckmässig. Die Dreierkombination (CFT3, d2, RAVEN) kann daher höchstens als zusätzliches diagnostisches Hilfsmittel angewendet werden, wenn bei der eigentlichen psychiatrischen Anamnese und Diagnose Unsicherheiten, besonders zwischen schizoaffektiver Psychose und Schizophrenie, auftreten. Um für die Praxis Zeit zu sparen, sollte mit der Zweierkombination (CFT3 und d2) getestet werden. Beim CFT3 sollte nur eine der beiden Testhälften bearbeitet werden, da beide Testteile in den Aufgabentypen und im Zeitfaktor genau parallelisiert sind, und sich durch den Wegfall einer Testhälfte das Gesamtergebnis nicht wesentlich verändert. Die Gesamttestzeit (CFT3 und d2) beträgt dann ungefähr 30 Minuten, was für die Praxis vertretbar ist.

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Abbildung 1. Mittelwerte der verschiedenen Stichproben: In den stark zeitabhängigen Leistungstests CFT3 und d2 erzielen die Alkoholiker die besten Ergebnisse, gefolgt von den Schizoaffektiven, Schizophrenen und den Depressiven. Die Position des CFT3 und d2 in einer Rangordnung ist bei den Patienten die gleiche.
Abbildung 1. Mittelwerte der verschiedenen Stichproben: In den stark zeitabhängigen Leistungstests CFT3 und d2 erzielen die Alkoholiker die besten Ergebnisse, gefolgt von den Schizoaffektiven, Schizophrenen und den Depressiven. Die Position des CFT3 und d2 in einer Rangordnung ist bei den Patienten die gleiche.
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Abbildung 2. Gebietskarte der Gruppenzuordnungen: Es ergeben sich im Diagramm 4 voneinander abgetrennte Gebiete, die durch die geschätzten Funktionswertepaare der einzelnen Gruppen bestimmt werden. Die 4 Sterne (Zentroide) kennzeichnen die Gruppenmittelwerte der Funktionswerte. Die erste Funktion wird hauptsächlich durch den CFT3 und d2 repräsentiert, durch welche die 4 Gruppen am besten getrennt werden. Die zweite Funktion liefert feinere ergänzende Informationen für eine weitere Trennung, wobei der RAVEN die grösste relative Bedeutung hat.
Abbildung 2. Gebietskarte der Gruppenzuordnungen: Es ergeben sich im Diagramm 4 voneinander abgetrennte Gebiete, die durch die geschätzten Funktionswertepaare der einzelnen Gruppen bestimmt werden. Die 4 Sterne (Zentroide) kennzeichnen die Gruppenmittelwerte der Funktionswerte. Die erste Funktion wird hauptsächlich durch den CFT3 und d2 repräsentiert, durch welche die 4 Gruppen am besten getrennt werden. Die zweite Funktion liefert feinere ergänzende Informationen für eine weitere Trennung, wobei der RAVEN die grösste relative Bedeutung hat.
Sanpp 150 00238 g002
Tabelle 1. Testmittelwerte und Standardabweichungen (in Klammern) der einzelnen Gruppen. Die Alkoholiker zeigen hierbei die besten Testergebnisse. Der d2 wird von allen Patienten am schlechtesten bearbeitet.
Tabelle 1. Testmittelwerte und Standardabweichungen (in Klammern) der einzelnen Gruppen. Die Alkoholiker zeigen hierbei die besten Testergebnisse. Der d2 wird von allen Patienten am schlechtesten bearbeitet.
Sanpp 150 00238 i001
Tabelle 2. Vergleich der Diagnosegruppen zur Normstichprobe im t-Test für unabhängige Stichproben (Ges. = Gesamt, SM = Schizomanische, SD = Schizodepressive). Das Gesamtergebnis der Schizoaffektiven stimmt mit dem Ergebnis der schizomanischen Untergruppe in der Weise überein, dass keine zur Normstichprobe defizitären signifikanten Unterschiede auftreten. Bei den Schizophrenen zeigt sich eine globale kognitive Beeinträchtigung. Die Alkoholkranken weisen nur im d2, die Depressiven nur im d2 und CFT3 signifikant schlechtere Ergebnisse als die Normstichprobe auf.
Tabelle 2. Vergleich der Diagnosegruppen zur Normstichprobe im t-Test für unabhängige Stichproben (Ges. = Gesamt, SM = Schizomanische, SD = Schizodepressive). Das Gesamtergebnis der Schizoaffektiven stimmt mit dem Ergebnis der schizomanischen Untergruppe in der Weise überein, dass keine zur Normstichprobe defizitären signifikanten Unterschiede auftreten. Bei den Schizophrenen zeigt sich eine globale kognitive Beeinträchtigung. Die Alkoholkranken weisen nur im d2, die Depressiven nur im d2 und CFT3 signifikant schlechtere Ergebnisse als die Normstichprobe auf.
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Tabelle 3. Signifikante Unterschiede der Testergebnisse zwischen Alkoholikern, Schizophrenen, Schizoaffektiven und Depressiven im Duncan-Test (p = 0,05). Der d2 («Konzentration und Leistung unter stärkstem Zeitdruck») und der CFT3 («kognitive Tempoleistung im logischen, mit Flexibilität verbundenem Denken») haben die grösste diskriminatorische Bedeutung, da sie zusammen mit Ausnahme der SA und A alle Diagnosegruppen signifikant voneinander trennen.
Tabelle 3. Signifikante Unterschiede der Testergebnisse zwischen Alkoholikern, Schizophrenen, Schizoaffektiven und Depressiven im Duncan-Test (p = 0,05). Der d2 («Konzentration und Leistung unter stärkstem Zeitdruck») und der CFT3 («kognitive Tempoleistung im logischen, mit Flexibilität verbundenem Denken») haben die grösste diskriminatorische Bedeutung, da sie zusammen mit Ausnahme der SA und A alle Diagnosegruppen signifikant voneinander trennen.
Sanpp 150 00238 i003
Tabelle 4. Standardisierte kanonische Diskriminanzfunktionskoeffizienten. Die grösste diskriminatorische Bedeutung für die Diskriminanzfunktion 1 besitzt der CFT3, gefolgt vom d2. Die 2. Funktion liefert feinere ergänzende Informationen, die bei einer groben Trennung durch die erste Funktion nicht berücksichtigt werden, und wird besonders durch den RAVEN geprägt.
Tabelle 4. Standardisierte kanonische Diskriminanzfunktionskoeffizienten. Die grösste diskriminatorische Bedeutung für die Diskriminanzfunktion 1 besitzt der CFT3, gefolgt vom d2. Die 2. Funktion liefert feinere ergänzende Informationen, die bei einer groben Trennung durch die erste Funktion nicht berücksichtigt werden, und wird besonders durch den RAVEN geprägt.
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Tabelle 5. Klassifikationsmatrix: Die Tabelle zeigt für jede Gruppe die Anzahl richtig und falsch klassifizierter Fälle. Richtig klassifizierte Fälle erscheinen in der Diagonalen der Tabelle, wenn die vorhergesagten und die tatsächlichen Gruppen gleich sind. Die vorgenommenen Zuordnungen stellen demnach eine fast doppelt so grosse Verbesserung gegenüber dem Zufall (25%) dar, wobei die Treffsicherheit bei den Depressiven am grössten ist, gefolgt von den Alkoholikern, Schizophrenen und den Schizoaffektiven, die am wenigsten zugeordnet werden können.
Tabelle 5. Klassifikationsmatrix: Die Tabelle zeigt für jede Gruppe die Anzahl richtig und falsch klassifizierter Fälle. Richtig klassifizierte Fälle erscheinen in der Diagonalen der Tabelle, wenn die vorhergesagten und die tatsächlichen Gruppen gleich sind. Die vorgenommenen Zuordnungen stellen demnach eine fast doppelt so grosse Verbesserung gegenüber dem Zufall (25%) dar, wobei die Treffsicherheit bei den Depressiven am grössten ist, gefolgt von den Alkoholikern, Schizophrenen und den Schizoaffektiven, die am wenigsten zugeordnet werden können.
Sanpp 150 00238 i005

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MDPI and ACS Style

Klosak, S.; Bühler, K.E. Psychometrische Differenzierung von Schizophrenen, schizoaffektiven, depressiven und alkoholabhängigen Patienten. Swiss Arch. Neurol. Psychiatry Psychother. 1999, 150, 238-247. https://doi.org/10.4414/sanp.1999.01112

AMA Style

Klosak S, Bühler KE. Psychometrische Differenzierung von Schizophrenen, schizoaffektiven, depressiven und alkoholabhängigen Patienten. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy. 1999; 150(5):238-247. https://doi.org/10.4414/sanp.1999.01112

Chicago/Turabian Style

Klosak, S., and K. E. Bühler. 1999. "Psychometrische Differenzierung von Schizophrenen, schizoaffektiven, depressiven und alkoholabhängigen Patienten" Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy 150, no. 5: 238-247. https://doi.org/10.4414/sanp.1999.01112

APA Style

Klosak, S., & Bühler, K. E. (1999). Psychometrische Differenzierung von Schizophrenen, schizoaffektiven, depressiven und alkoholabhängigen Patienten. Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy, 150(5), 238-247. https://doi.org/10.4414/sanp.1999.01112

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