The Unconscious Body: Rethinking the Technical Optimization of the ‘Offended’ Human Being
Abstract
1. Introduction
2. The Optimization of the Human Being
2.1. Human Condition
2.2. The ‘Humiliated’ Human Being
3. Having and Being a Lived Body
3.1. Illness and Insult
3.2. The Unconscious Body
3.3. The Optimized Consciousness
4. Conclusions
Funding
Institutional Review Board Statement
Informed Consent Statement
Data Availability Statement
Conflicts of Interest
| 1 | Original quote: “Dass Erlösung abhängig von der Gnade eines Gottes sein soll, passt nicht zum erfolgsverwöhnten Homo Faber, der seine Dinge selbst in die Hand nimmt” (Grunwald 2020, pp. 45–46). The anthropological term “homo faber” refers to the characteristic and ability of humans to create and actively shape the world. |
| 2 | Original quote: “Als bewusste Wesen sind wir zwar ‘informiert’, das heißt, wir verfügen über Wissen, Kenntnisse und Informationen. Aber das Bewusstsein von all diesen Informationen ist nicht selbst noch einmal eine Information. Denn diese Information müsste selbst wieder von einem Bewusstsein verstanden werden, um Information zu sein, und zwar von einem Bewusstsein, das selbst wiederum Information wäre, und so fort; das heißt, wir gerieten in einen unendlichen Regress. Bewusstsein selbst kann sich nicht aus Informationen zusammensetzen” (Fuchs [2020] 2022, p. 24). |
| 3 | Original quote: “Herr im eigenen Haus” (Freud [1996] 2008, p. 167). |
| 4 | Original quote: “Zusammen mit Ray Kurzweils Interpretation der Singularität entwickelte sich eine heilsgeschichtliche Teleologie, die deterministisch auf die Verwandlung des Kosmos in ein denkendendes Universum ausgelegt ist. Der Zielpunkt dieses Prozesses ist die Verwirklichung Gottes” (Krüger [2004] 2019, p. 419). |
| 5 | Original quote: “Denn das Gemeinsame von Technik und Magie liegt in der Möglichkeit zur Projektion von […] Bewusstsein über alle Grenzen hinweg” (Fuchs 2015, p. 133). |
| 6 | Original quote: “Sicher hat der Verlust religiöser Bindungen ein Vakuum hinterlassen, in das unter anderem die technischen Visionen vorstoßen” (Grunwald 2020, p. 46). |
| 7 | Original quote: “Nur dem Menschen ist seine körperliche Situation gegenständlich und zuständlich bewußt, eine beständige Hemmung, aber auch ein beständiger Anreiz, sie zu überwinden” (Plessner 1970, p. 46). |
| 8 | Original quote: “Das Seelische in dir fällt nicht mit dem dir Bewußten zusammen; es ist etwas anderes, ob etwas in deiner Seele vorgeht und ob du es auch erfährst. […] Für gewöhnlich […] reicht der Nachrichtendienst an dein Bewußtsein für deine Bedürfnisse aus. […] In allen Fällen aber sind diese Nachrichten deines Bewußtseins unvollständig und häufig unzuverlässig; auch trifft es sich oft genug, daß du von den Geschehnissen erst Kunde bekommst, wenn sie bereits vollzogen sind und du nichts mehr an ihnen ändern kannst” (Freud [1996] 2008, pp. 166–67). |
| 9 | Original quote: “sich souverän in seiner eigenen Seele [fühlt]” (Freud [1996] 2008, p. 164). |
| 10 | Original quote: “Dass es möglich ist, zwei Worte einzusetzen […], erleichtert zwar das Verständnis der verschiedenen Aspekte, unter denen gefragt und gedacht wird, bringt aber in Gefahr, deren innere Verschränkung außer Acht zu lassen” (Marcel 1978, p. 49). |
| 11 | Original quote: “Weil unser Weltbezug immer leiblich bestimmt ist, kann eine als Mangel erfahrene Funktionsstörung, ein Nicht-Können oder Nicht-mehr-so-Können als Krankheit charakterisiert werden. Als Kranke machen wir die Erfahrung des leibhaftigen So-Nicht-mehr-Könnens, des Nicht- (mehr-)Verfügen-Könnens über wesentliche Möglichkeiten unseres Weltbezugs” (Pöltner 2010, p. 62). |
| 12 | Original quote: “[Die] Möglichkeit des Auseinandertretens von Körper und Leib [ist] ein wichtiger Hinweis darauf, dass die behauptete Einheit nicht selbstverständlich ist, sondern unter bestimmten Umständen gestört werden kann und wieder neu gewonnen werden muss” (Esterbauer 2020a, p. 32). |
| 13 | “Der Leib als Medium vermittelt uns mir der Welt, bleibt aber selbst transparent, und so wird unsere Beziehung zur Welt eine unmittelbare. Andererseits ist diese Vermittlung doch nicht selbstverständlich, sondern anfällig für vielfältige Störungen. Schon eine Ungeschicklichkeit oder ein Unvermögen im Umgang mit Objekten bringt den Leib als ungeeignetes Instrument, als Körper zu Bewusstsein. Auch in Krankheiten macht sich der Körper unangenehm bemerkbar, als Last oder als Hindernis: Das sonst transparente Medium wird opak” (Fuchs 2020, p. 23). |
| 14 | Original quote: “[d]er objektive Raum des physischen Organismus und der subjektive Raum des leiblichen Erlebens […] ineinander verschränkt [sind] und […] sich ständig wechselseitig [modifizieren]” (Fuchs 2011, p. 353). |
| 15 | Original quote: “Der Schmerz in einem Phantomglied […] ist nicht weniger existent als der in einem auch körperlich vorhandenen Glied. Es gibt weder ‘eingebildete’ Schmerzen noch halluzinierte Leibglieder” (Fuchs 2000, p. 101). |
| 16 | Original quote: “Was Kranksein heisst [sic], lässt sich offensichtlich nur vom Gesundsein aus bestimmen, denn Kranksein bedeutet […] einen Mangel an Gesundsein, Entzug oder mindestens Einengung von Möglichkeiten, die dem Gesunden gegeben sind […]” (Baier 1992, p. 293). |
| 17 | Original quote: “Spannung zwischen Physikalität und Bewusstsein, die sich durch den Cartesianismus zieht” (Wehinger 2023, p. 18). |
| 18 | Original quote: “das Unbewusste im leiblichen Verhalten, im Lebensvollzug und in den Strukturen des Lebensraumes einer Person” (Fuchs 2008, p. 87). |
| 19 | Original quote: “dass der Mensch kein dualistisch zweigeteiltes Wesen aus Geist und Körper ist, sondern vor allem ein Lebewesen aus Fleisch und Blut, als solches aber zugleich erlebend und seiner selbst bewusst” (Fuchs [2020] 2022, p. 14). |
| 20 | Original quote: “der Griff nach dem Geist, die Beeinflussung des Bewusstseins, aussichtsreicher als die Manipulation der Gene” (Tanner 2005, p. 48). |
| 21 | Original quote: “Leib unser Mittel überhaupt [ist], Welt zu haben” (Merleau-Ponty 1966, p. 176). |
| 22 | Original quote: “an das Gehirn gebunden und daher im Raum des anatomischen Körpers lokalisiert gedacht” (Fuchs 2000, p. 93). |
| 23 | Original quote: “Bewußtsein im prägnanten Sinne charakterisiert” (Husserl 1976, p. 187). |
| 24 | Original quote: “Möglichkeitsbedingung unserer perzeptiven Intentionalität” (Zahavi 2009, p. 103). |
References
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