Zur Auswahl der Fälle und Themen
Auf eingehende Fallschilderungen von Verbliebenen wird verzichtet, weil eine hinreichende Anonymisierung dort kaum möglich wäre. Gemäss der Hauptfrage der Studie beziehen sich alle folgenden 9 Fälle auf solche Transferierten, die nach der Verlegung in deutlich grösserer Entfernung von ihren Bezugspersonen lebten. Sowohl ihre häufige somatische Komorbidität wie ihre psychopharmakologische Behandlung werden nur ausnahmsweise erwähnt.Wo es bei den Transferierten zur Erschwerung oder zum Verlust der Beziehung zu Angehörigen und Bekannten gekommen ist, war dies klar nachzuzeichnen. Schwieriger war es, entgangene Chancen zur Rehabilitation abzuschätzen. Und kaum darstellbar waren Fälle, bei denen eine Art Heimweh nach den unbelebten Bereichen der früheren Umgebung wie z.B. nach gewissen Strassen, Schaufenstern oder Höfen eine Hauptrolle spielte. So bewandert ein betagter, mit Menschen fast nur noch via Stimmen «redender» Patient heute noch regelmässig seinen Parcours und kontrolliert dabei das Fliessen aller am Weg liegenden Brunnen, wie wenn diese mit ihrer Verbindung von Bewegtheit und Ortstreue ihm das Andauern seiner Existenz zu bestätigen vermöchten.
Frau A.: Das nicht nochmals!
Eine heute 69jährige, unverheiratete Bürolistin hatte schon 21jährig Anzeichen eines religiösen Paranoides gezeigt, das sich rasch zu sexuellen Eingebungen und gewalttätigen Ekstasen steigerte. Nach mehreren psychiatrischen Hospitalisierungen wurde der Patientin schliesslich die Transferierung in eine Klinik nahe bei ihren Verwandten vorgeschlagen. Aus finanziellen Gründen musste aber schliesslich eine alpine PVI-III akzeptiert werden. Es ist nie klar geworden, ob die Kranke hierüber unmissverständlich informiert worden ist. Jedenfalls verfiel sie nach der Verlegung 1962 in schwerste Tobsuchtsausbrüche und zertrümmerte in gefährlicher Weise Fensterscheiben, wofür sie sich nachträglich entschuldigte: Sie fühle sich von den ungeheuren Gebirgsmassiven ringsum erstickt.Diese Ausbrüche wurden in den folgenden Monaten und Jahren seltener, aber ihre Erinnerung daran ist nach ruhigen Jahrzehnten immer noch deutlich.
Sie betreut jetzt ihre rollstuhlbedürftige Zimmergenossin zuverlässig.Von ihren Angehörigen lebt niemand mehr. Aber mittels eines bei jedem Wetter offen auf ihrem Balkon liegenden religiösen Traktats empfängt sie wie mit einer Satellitenschüssel die Anweisungen der Gottesmutter. – Über dies alles gab die Patientin freundlich Auskunft, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass der Untersucher ihr keine Rückkehr nach Zürich vorschlagen wollte, und sie zur Bestätigung, nahe an ihn herantretend, mit aufgerissenen Augen ausrief: «um Gottes willen – das nicht nochmals». Womit sie für die meisten anderen Transferierten gesprochen hatte.Aber nicht für alle, wie der nächste, in seiner Art singuläre Fall zeigt.
Herr B.: Der Geissenpeter
Der 73jährige, unverheiratete chronisch Schizophreniekranke war in seiner bäuerlichen Herkunftsfamilie unter seinen Geschwistern in der Primarschule der Begabteste, versagte aber später an allen Lehrstellen wegen seines empfindsamen und ausweichenden Wesens. Dennoch bewährte er sich jahrelang als Magaziner. 29jährig wähnte er sich erstmals eines Betrugs verdächtigt und wurde schliesslich wegen Vergiftungsangst und suizidalen Verzweiflungsausbrüchen in die PUK hospitalisiert. Während fünf Jahren scheiterten hier alle Entlassungsversuche an den Exazerbationen des angsterfüllten Kranken. Schliesslich wurde er in die PVI-III eines Bergkantons verlegt. Dort fühlte er sich sofort sicher vor den internationalen Verfolgern: das gewaltige Gebirge gewährte ihm Schutz. Nur bei den Besuchen seiner älteren Schwester fürchtet er jedes Mal, von ihr wieder nach Hause gebracht zu werden.
Diese Schwester erzählte mir von einer eigenartig hartnäckigen Kinderphantasie ihres Bruders: Bezugnehmend auf die Heidi-Geschichte bestand er darauf, dereinst völlig allein als Geisshirt auf einer menschenleeren Alp zu leben. – In der PVI genügten dann gelegentliche begleitete Ausflüge in die Berge, um dieses Beschütztheitsgefühl zu reaktivieren. Vom Pflegepersonal wird der Patient heute wegen seines intellektuellen Gesprächsstils und seiner vornehmen und doch einfühlenden Höflichkeit als ein «echter Herr» bezeichnet.
Frau C.: Kein Ferienhotel
Die 72jährige, aus Italien eingewanderte Hausangestellte erkrankte Mitte ihrer vierziger Jahre an einer schweren bipolaren Affektpsychose, die nach wenigen Jahren in eine pharmaresistente chronische Depression mit suizidalen Exazerbationen ausmündete. Vor vier Jahren, nach einer über sechsjährigen ununterbrochenen Hospitalisierung, veranlasste die PUK die Kranke zur Besichtigung einer PVI-I.Was Psychotherapie, Mithilfe im Klinikbetrieb und Antidepressiva jahrelang nicht vermocht hatten, schien jetzt zu gelingen: Die Patientin zeigte sich begeistert von der Schönheit dieser ländlichen Gegend, die sie an ihre südliche Heimat erinnerte, und sie bat ihren Rechtsvertreter um Zustimmung zur Transferierung.Am neuen Ort jedoch wich die Euphorie innert Tagen wieder dem depressiven Habitualzustand. Heute bemerkt die intelligente Patientin im Gespräch, dass sie die PVI damals nicht nach den Kriterien einer Bleibe, sondern nach denjenigen eines Ferienortes beurteilt habe. Zwar hat sich ihr Habitualzustand seither nicht zusätzlich verschlechtert. Aber etwas anderes bedrückt sie: Die Besuche per Bahn und Bus ihres betagten Beistandes und einer kürzlich hüftoperierten freiwilligen Helferin aus der PUK-Zeit werden jetzt wegen des schwierigen Ein und Umsteigens deutlich eingeschränkt. Die Ausflüge in eine nahe gelegene Wirtschaft mit diesen treuen Besuchern hatten auf die Patientin jeweils einen ähnlichen Kurzzeiteffekt wie ihr primäres Besichtigungserlebnis. Diese Lichtblicke werden jetzt immer seltener. Die beiden gehbehinderten Betreuenden bedauern das nicht weniger als die Patientin: deren Freude und Dankbarkeit fehlt ihnen.
Frau D.: Heimweh nach der Stephansburg
Die heute 79jährige, unverheiratete gelernte Weissnäherin versuchte in ihrem dritten Lebensjahrzehnt unter dem Einfluss eines Auferstehungswahns mehrmals in lebensgefährlicher Weise sich zu verbrennen. Nach jahrelangen Aufenthalten in der PUK liessen die ersten Neuroleptika der 1950er Jahre die imperativen Stimmen in die Ferne rücken und ermöglichten der Kranken sehr rasch, in der Klinik immer qualifizierter mitzuarbeiten. 1956 konnte sie in die «Stephansburg» übersiedeln,d.h.in eine von der PUK durch einen Waldhügel getrennte ehemalige Biedermeier-Villa, welche als offenes Wohnheim für selbständige langzeitkranke Frauen diente.Von dort aus arbeitete sie teils in der Klinik-Lingerie, teils als Spetterin in der Stadt. 1958, unter dem anschwellenden Druck auf diese Heimplätze von Seiten der überfüllten Akutabteilungen der PUK, bat der Klinikdirektor die Eltern der Patientin, einen Hilfsarbeiter und seine Frau, in einem ausführlichen, sichtlich bedrückten Schreiben um die Erlaubnis zur Transferierung und stellte auch die Rücknahme der Kranken für den Fall einer Verschlechterung ihres Zustandes in Aussicht. Völlig unerwartet bedankten sich die Eltern in einem langen Brief für die vor vielen Jahren in höchster Not erfolgte Sofortaufnahme der Kranken. Sie betonten, dass sie sich jetzt verpflichtet sähen, der Klinik die Aufnahme einer anderen gefährdeten Akutkranken zu ermöglichen. So wurde die Patientin in einem «Sammeltransport» in die PVI-II transferiert. Dort durchlief sie nach einer kurzen Depression aufs neue ihre erfolgreiche arbeitstherapeutische Karriere; allerdings mangels Stadtnähe nur klinikintern.– Heute murmeln die Stimmen unter minimalem neuroleptischem Schutz nur noch gleichgültig vor sich hin.Heimweh hat Frau D.nicht nach ihren wenigen noch lebenden Bekannten,auch nicht nach Personen aus der PUK oder nach solchen an ihren alten Arbeitsorten; wohl aber nach dem Kiesweg von der Stephansburg zur Strasse und nach der Tramhaltestelle unten. Sie will aber nicht mehr zurück. Die Verschickung bleibt für sie wegen des Verlusts der klinikexternen Arbeit ein Unrecht, an dem es nichts zu verstehen und nichts zu ändern gibt.
Frau E.: Geschwistertreue
Die 62jährige, mittelschwer geistig Behinderte ist die Tochter eines Lehrers. Nach der Scheidung der elterlichen Ehe wegen einer schizophrenen Psychose der Mutter wurde sie 10jährig in ein Kinderheim und später, hebephren erkrankt, in die PUK aufgenommen. Ihre beiden 7 bzw. 8 Jahre jüngeren Brüder wuchsen in einer Pflegefamilie auf. Der eine von ihnen ist heute Ingenieur, der andere Architekt. Aus Bedenken wegen der Erblichkeit geistiger Störungen und aus einem dumpfen Gefühl der Familienschande blieben beide unverheiratet. Im mittleren Alter gelang es ihnen nach hartnäckigen Recherchen, den Aufenthaltsort ihrer Schwester ausfindig zu machen. Schon der erste Besuch in der betreffenden PVI-I wurde zu einer schweren Enttäuschung. Die Kranke zeigte keinerlei Freude, wollte nur Geld für Zigaretten und schimpfte in die Luft hinaus. Gleichwohl hat das Brüderpaar seine Besuche als eine Art Pflichtleistung halbjährlich konsequent wiederholt. Dem Untersucher gegenüber verhielt sich die zerfahren sprechende, mittlerweile zur geschätzten Stationshilfe avancierte Patientin ebenfalls ablehnend. Immerhin stutzte sie bei seiner Frage, ob er den Brüdern einen Gruss ausrichten solle, und sagte mit kurz aufhellendem Blick: «natürlich». Die Brüder freuten sich über dieses Signal. Als hilfreich bezeichneten sie im späteren Gespräch vor allem die Auskunft eines Pflegers: Frau E. verhalte sich nach den Besuchen jeweils umgänglicher als sonst. Man dürfe sie auch ruhig auf ihre Umgangsformen aufmerksam machen; das kränke sie nicht und nütze deutlich.
Herr F.: Zu Fuss zurück
Der heute 58jährige, kinderlos geschiedene Sohn eines Milchladenbesitzers sollte 29jährig nach dem Tod seines Vaters das Geschäft übernehmen. Trotz guter Vorbildung versagte er rasch und erkrankte an Angstanfällen und Denkstörungen. Im Laufe zweier Hospitalisierungen in psychiatrischen Privatkliniken und eines mehrjährigen Aufenthaltes in der PUK entwickelte er einen Abstammungswahn, welcher eine inexistente Dynastie betraf. Jeweils kurz nach einer Entlassung aus der Klinik kam es zu tätlichen Durchsetzungsversuchen seiner königlichen Rechte gegenüber der Mutter und ihren Angestellten. So stimmte denn die Mutter vor 21 Jahren dem Transferierungsvorschlag in eine PVI-I erleichtert zu. Der Sohn dagegen entwich in den ersten Jahren zweimal in verzweifelten, fast 20 km weiten Fussmärschen in die PUK zurück – einmal mit Übernachten im Freien, weil er sich verirrt hatte; er wurde aber jeweils nach der Nacht auf dem Notbett der PUK wieder in die PVI zurückgebracht. Dort arbeitet er seit Jahren in der Spielzeugwerkstatt und betreut die Patientenbibliothek. Von Rückkehrwünschen in die PUK oder nach Hause ist bei ihm keine Rede mehr. Dass der Untersucher seine Wahnwelt nicht anspricht, verdankt Herr F. mit der distinguierten Rührung einer Königlichen Hoheit im Exil, während er den wissenschaftlichen Sinn und Zweck des Besuchs realistisch und gescheit diskutiert.Die hochbetagte Mutter besucht ihn immer noch ein bis zweimal monatlich, allerdings immer häufiger mit Hilfe einer autofahrenden Freundin. Sie schildert die entsetzlichen, notfallpolizeilichen Wiedereinweisungen nach den früheren Besuchen des gewalttätigen Sohnes zu Hause. Diesen Demütigungen gegenüber spielte es für sie damals kaum eine Rolle, dass sie nach der Verlegung für den Besuchsweg nun 45 statt 15 Minuten benötigte. Heute empfindet sie ihre Besuche beim Sohn als erfreulich: «er kann manchmal fast so lieb sein wie ganz früher».Aber sie weiss: Das kippt sofort ins bedrohliche Gegenteil, wenn der Sohn, wie dies letztmals vor drei Jahren geschah, plötzlich zerfahren kommandierend zu Hause steht,«weil ein junger Arzt ihm, ohne mich zu fragen, einen Ausgang erlaubt hatte» (vgl. Schlussfolgerung).
Frau G.: Im Gleichgewicht der Geheimnisse
Die 47jährige, kinderlos geschiedene Frau eines Bankangestellten lebt wegen eines chronischen Paranoids mit hartnäckig rezidivierenden nächtlichen Selbstheiligungsritualen seit 11 Jahren in einer PVI-I. Nach der Scheidung heiratete ihr Mann vor acht Jahren eine Freundin, die der Patientin schon von ihrer Ehezeit her bekannt ist. Davon war und ist aber bei seinen etwa vierteljährlichen Besuchen – die im Einverständnis mir der zweiten Gattin erfolgen – nie die Rede. Gegenüber dem Untersucher hält es der Mann zwar für wahrscheinlich, dass die Patientin um seine Wiederverheiratung weiss. Mit ihr hat er aber noch nie davon gesprochen, und auch sie hat weder ihm noch dem (hierüber damals noch uninformierten) Untersucher im Gespräch je eine Andeutung dazu gemacht – während sie dem letzteren mindestens durch Anspielungen und Blicke ihre höhere Berufung kundzutun vermochte. Hiervon wiederum bekommt der frühere Ehemann bei seinen Besuchen nie etwas zu spüren. Beide schildern ihre gemeinsamen Mahlzeiten und Unterhaltungen als freundschaftliche Wiederbegegnungen. Beide hüten ihr je eigenes Geheimnis, das gar keines ist, sondern das sich einem gemeinsamen Taktgefühl unterordnet.
Herr H.:Teambetreuter Besuch
Der 64jährige, unverheiratete Zeughausangestellte wohnt wegen einer chronifizierten Alkoholhalluzinose seit 25 Jahren in der PVI-II. Der Ortswechsel hat sich insofern bewährt, als die nächste Wirtschaft hier so weit entfernt ist,dass dem seit jeher leicht gehbehinderten Mann nun sehr viel mehr Bewegungsfreiheit gewährt werden kann als in der PUK, wo er von jedem Ausgang betrunken randalierend zurückkehrte.Anderseits kostete ihn die Transferierung die Kontakte mit fast allen seinen externen Bezugspersonen – mit der einen Ausnahme einer Schwägerin, die ihn mindestens monatlich per Bus und Bahn mit mehrfachem Umsteigen besucht.Vor etwa Jahresfrist begann ihr allerdings die Motivation hierfür zu schwinden, weil der Kranke sie immer wieder unter Drohungen zwingen wollte, ihn gemäss der Anordnung seiner Stimmen zu seiner Wahn-Villa zu fahren. In dieser Situation entschloss sich die Abteilungsleiterin, den Patienten und seine Schwägerin gemeinsam zur regulären Teamsitzung einzuladen, um dort das Problem mit allen Beteiligten zu besprechen. In dieser neutralen, freundlichen, aber professionellen Umgebung herrschte ein derart depolarisierendes Klima, dass ein neues Besuchsprogramm rasch ausgehandelt werden konnte. – Kommt es seither zum Rezidiv, wird wiederum eine «Vollversammlung» eingeschaltet. Deren Erfolge haben sich bisher nicht erschöpft. Die Unterstützung der externen Kontakte wirkt sich übrigens auch auf die Beziehungen des Kranken zu den Pflegenden günstig aus: er ist umgänglicher geworden.
Herr I.:Terminale Annäherung
Bei diesem heute 84jährigen, unverheirateten Bauhandlanger führten raptusartige Gewaltausbrüche gegen seine Wahnverfolger früh zu langdauernden Hospitalisierungen. Von deren Beginn an und jahrzehntelang auch in seiner jetzigen PVI-III hatte ihn seine verheiratete Schwester monatlich per Bahn besucht, ohne sich durch seine paranoiden Tiraden beirren zu lassen. Als sie vor 9 Jahren starb, übernahm ihre verheiratete Tochter und Familienmutter das Besuchsamt als ein selbstverständliches Erbe. – Im Zeitpunkt der Untersuchung befand sich der Patient aufgrund seiner demenzbedingten Beruhigung bereits seit drei Monaten in einem Pflegeheim, das man sinnvoller Weise nahe bei dieser Nichte ausfindig gemacht hatte. Dort fand der Untersucher den Patienten im Rollstuhl. Er war über die neuerliche Verlegung nicht mehr orientiert und erinnerte sich auch nur undeutlich an die ursprüngliche Transferierung. Bei der Erwähnung seiner Nichte blühte er dagegen auf und deutete auf ihr Foto an der Wand. Die Nichte ihrerseits bagatellisiert die fortgeschrittene Demenz, weil sie sich über das zugänglicher gewordene Wesen des Onkels und vor allem darüber freut, dass sie ihn jetzt wöchentlich mit einer kurzen Busfahrt besuchen kann. Sie erinnert sich genau an den vehementen Widerstand ihrer Mutter – wie auch des Patienten selbst – gegen die ursprüngliche Transferierung, und sie kennt auch den Grund des Protestes: die lange Besuchsreise. Hingegen fragt sie jetzt, was sie ein Leben lang nie einen Arzt gefragt hat:Was denn die Ursache und das Wesen dieser Geisteskrankheit sei. Und es beruhigt sie, nicht nur zu diskutieren,woher man hierüber etwas weiss,sondern auch zu erfahren, wie eng die Grenzen dieses Wissens immer noch gezogen sind. Dies relativiert ihr Gefühl des eigenen Nichtverstehens.