Next Article in Journal
TrustCenter PonteNova Bern
Previous Article in Journal
Fahrtauglichkeit im Alter
 
 
Primary and Hospital Care is published by MDPI from Volume 25 Issue 1 (2026). Previous articles were published by another publisher in Open Access under a CC-BY (or CC-BY-NC-ND) licence, and they are hosted by MDPI on mdpi.com as a courtesy and upon agreement with the previous journal publisher.
Font Type:
Arial Georgia Verdana
Font Size:
Aa Aa Aa
Line Spacing:
Column Width:
Background:
News

G7, NewIndex und TrustCenters - what's that?

by
PHC Editorial Office
EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG, Farnsburgerstrasse 8, CH-4132 Muttenz, Switzerland
Prim. Hosp. Care 2002, 2(23), 638-640; https://doi.org/10.4414/pc-d.2002.05554
Published: 8 November 2002
Diese drei Begriffe, die mit dem TARMED zu tun haben und die vielen von uns rätselhaft sind, werden entschlüsselt. Die G7 dient als politisches Instrument der kantonalen Gesellschaften zur kostenneutralen Einführung des TARMED. NewIndex ist für die Entwicklung und Unterstützung im Bereiche der technischen Belange der Datenverwaltung zuständig. Die TrustCenter sind ärzteeigene Sammelstellen zur anonymen Verwaltung und Weiterverarbeitung der Ärzte- und Patientendaten. Somit bleiben die Daten fest in der Hand der Ärzteschaft; und noch mehr, jeder einzelne Arzt kann über die Verwendung der von ihm eingereichten Daten bestimmen.
Ces trois termes qui ont à voir avec le TARMED et sont étrangers à la plupart d’entre nous sont expliqués ici. Le G7 est un instrument politique des sociétés cantonales de médecine, destiné à l’introduction du TARMED dans la neutralité des coûts. NewIndex est la société responsable du développement et du soutien techniques de la gestion des données. Les TrustCenters sont des centres fiduciaires propres aux médecins, dont l’objectif est la gestion et l’administration anonymes des données sur les patients et les médecins. Les données restent donc bien en main du corps médical, et de plus, tout médecin peut décider lui-même de l’utilisation des données qu’il fournit.

Was ist G7? Wie ist sie entstanden? Was sind ihre Aufgaben?

Die G7 wurde durch die Präsidenten der Kantonalen Ärztegesellschaften gegründet. Die Kerngruppe besteht aus 7 Kantonalpräsidenten (4 VEDAG, 2 SMSR, 1 Ordine), zusätzlich je nach Aufgabenstellung verstärkt durch eine Gruppe von juristischen Beratern unter Führung von P. Meier, Ärztegesellschaft Solothurn, tariftechnischen Beratern und einer Dreierdelegation der FMH.
Primäre Aufgabe war es, die Interessen der kantonalen Ärztegesellschaften in den Verhandlungen zum Rahmenvertrag TARMED zu vertreten. Diese Aufgabe ist mit Abschluss der Verhandlungen und der Urabstimmung abgeschlossen.
Im Dezember 2001 wurde das Mandat erweitert: Die G7 bereitet für einen Grossteil der kantonalen Ärztegesellschaften die Verhandlungen für die kantonalen Anschlussverträge vor, koordiniert die Verhandlungen über die Start-Taxpunktwerte und bereitet intensiv zusammen mit Santésuisse die Steuerung der Kostenneutralitätsphase vor.

Was ist NewIndex?

NewIndex wurde im Mai 2000 als Aktiengesellschaft gegründet. Sie bezweckt die Unterstützung der kantonalen und nationalen Organisationen der Ärzteschaft in der Einführung und Anwendung der neuen Arzttarife. Insbesondere soll sie technische Instrumente und Lösungen zur Umsetzung der politischen Vorgaben zur Einführung des TARMED entwickeln und bereitstellen.
NewIndex baut ihre Dienstleistungen konsequent nach den folgenden Phasen der Tarifeinführung auf:

Verhandlungen

Zur Unterstützung der kantonalen Verhandlungen hat NewIndex die Transkriptionsmethode zur Berechnung der Start-Taxpunktwerte entwickelt. Diese stellen anhand effektiver Abrechnungsdaten aus den Praxen die bestmögliche Berechnung der kostenneutralen Startwerte sicher. Ziel ist die Anerkennung der Methode durch die jeweiligen Verhandlungspartner.

Kostenneutralität

Für die Einführungsphase des TARMED entwickelt NewIndex Instrumente zur Beobachtung und Steuerung der Kostenneutralitätsvorgaben. Ziel aller Partner ist dabei die Vermeidung eines tarifbedingten Kostenschubes. Mit dem Aufbau von regionalen TrustCenters soll die Basis für die Sammlung und Auswertung der dazu notwendigen Daten geschaffen werden.

Automatisierung

Für die anstehende Einführung des elektronischen Datenaustausches hat NewIndex Lösungsansätze entwickelt. Dabei wird vor allem den Auflagen des Datenschutzes und den Anforderungen des heute weit verbreiteten Tiers-garant-Systems Rechnung getragen.

Wer steht hinter den TrustCenters?

Das TrustCenter-Konzept ist von der New- Index entwickelt worden.
TrustCenters (TC) sind regionale Organisationen, welche im Auftrag einer oder mehrerer Kantonalgesellschaften den Aufbau eines TC und die Umsetzung der anvisierten Datensammlungen sicherstellen. Zentral ist dabei der Selbsthilfegedanke: TC werden als ärzteeigene Organisationen konzipiert, damit die notwendige Vertrauensbasis zur Sammlung der Abrechnungsdaten erreicht werden kann.

Wie stehen FMH, NewIndex, G7 und TrustCenters zueinander?

Die FMH ist einer der Gründeraktionäre der NewIndex. Am Kapital der NewIndex ist sie mit ca. 8% beteiligt.
Zwischen der NewIndex und den Trust- Centers besteht eine partnerschaftliche Beziehung. Die TrustCenters stützen sich auf die konzeptionellen Vorarbeiten der NewIndex. In einer späteren Phase werden die Trust- Centers das EDV-System der NewIndex und deren zentrale Funktion als nationale Konsolidierungsstelle nutzen können.
Die nationale Konsolidierungsstelle wird von den TrustCenters, sofern diese vom jeweiligen Arzt/Absender der Daten dazu legitimiert sind, anonymisierte und aggregierte Daten erhalten und ihrerseits den TrustCenters national aggregierte Daten zurückgeben. Damit werden die nationalen Referenzdaten in allen TC verfügbar, und auch für kleine Fachgruppen können signifikante Vergleichskollektive gebildet werden.

Wer finanziert sie?

Der Aufbau der NewIndex ist von den angeschlossenen Kantonalgesellschaften, der FMH und der Ärztekasse finanziert worden. Der Betrieb wird durch Dienstleistungsverträge (z.B. Berechnung der Start-Taxpunktwerte) sichergestellt.
Der Aufbau der TC wird von den Ärztinnen und Ärzten in der jeweiligen Region finanziert. Diese bestimmen die Art der Finanzierung selber. Ein variabler Teil der Finanzierung kann durch die kantonalen Ärztegesellschaften erfolgen. Damit soll die Last der TC-Kosten auf die Schultern aller Mitglieder der Kantonalgesellschaft verteilt werden, da ja auch alle vom Taxpunktwert und den Daten profitieren.

Welche Ziele verfolgen die TrustCenters ...

... für mich als niedergelassenen Hausarzt?

Einen individuellen Praxisspiegel: Statistikdaten über die eigene Tarifanwendung im Vergleich mit den Kollegen in der eigenen Fachgruppe; statistische Analysen zu einzelnen Positionen; konkrete Hinweise zur Korrektur der Tarifanwendung.
Eine «Rückversicherung»: als offizielle Statistiken des TC zur Nutzung bei Anfragen oder Anschuldigungen betreffend Wirtschaftlichkeit gegenüber den Krankenkassen; weniger Ohnmacht gegenüber den Krankenkassen.

... für die SGAM als Fachgesellschaft?

Die Daten für die Fachgesellschaften können in den regionalen TC gesammelt und national konsolidiert werden.
Der Kunde des jeweiligen TC bestimmt, ob seine Daten nur auf kantonaler Ebene verwendet werden, oder auch für überregionale und nationale Interessen an die Konsolidierungsstelle bei NewIndex geleitet werden. Dies ist nur dann möglich, wenn der Absender und Datenherr (Praxis / Arzt) das entsprechend erlaubt.
Den Fachgesellschaften stehen damit die Auswertungs- und Nutzungsrechte an den Daten zu – sofern ihre Mitglieder an den TCs mitmachen und die Weiterleitung der Daten autorisieren.

... für die Ärzteschaft als Ganzes?

Unmittelbare Ziele: Früherkennung des Kostenverlaufes von TARMED zur Vermeidung von unerwünschter Kostensteigerung und Früherkennung der wirtschaftlichen Gefährdung einzelner Fachgruppen und deren Gründe; Rückmeldung über Tarif-Anwendung; über eigene Auswertungen verfügen; Erhöhung der Transparenz unter den Fachgesellschaften; Stärkung der Verhandlungsposition; Datenparität mit den Kassen.
Übergeordnete strategische Ziele: Stärkung der eigenen Position während der TARMED-Einführung; Datenparität zu den Kassen und Validierung derer Statistiken; Datengrundlage für die Verbesserung der WZW-Verfahren schaffen; Aufbau prospektiver Wirkungsmechanismen anstelle der bisher repressiven KSK-Kontroll-Statistiken; Fundament für weitere Gesundheitsstatistiken legen; Leistungsspiegel der niedergelassenen Ärzte.

... für die Krankenkassen?

Ein Kooperationsangebot, um den elektronischen Datenaustausch praktisch und rasch umsetzen zu können.

Wer schützt die Daten? Können die strengen Auflagen des Datenschutzes eingehalten werden?

Ja, durch die konsequente Anonymisierung der Daten werden die strengen Auflagen erfüllt. Die Patientendaten werden in den Praxen anonymisiert; nur der behandelnde Arzt kennt die Person / den Patienten. Die Abfrage von Rechnungsdaten durch die Krankenversicherer wird erst durch das Einreichen der Papierrechnung (Abfragecode) ermöglicht. Die Daten der Leistungserbringer werden im TC anonymisiert. Nur das TC kennt den Rechnungssteller. Zudem wird durch die Festlegung von Mindestgrössen für Samples bei Auswertungen ein zusätzlicher Schutz eingebaut.
Die Verwendung und Weitergabe von Daten wird nur mit einer Vollmacht bzw. aufgrund einer Vertragsvereinbarung vorgenommen. Die Legitimation durch den Absender/Rechnungssteller stellt die Basis für die weitere Nutzung der Daten sicher.

Zusatzinformationen

Weitere Informationen können auf der Website der NewIndex (http://www.newindex.ch) abgerufen werden. Dort besteht auch die Möglichkeit, weitere Fragen zu stellen.

Share and Cite

MDPI and ACS Style

PHC Editorial Office. G7, NewIndex und TrustCenters - what's that? Prim. Hosp. Care 2002, 2, 638-640. https://doi.org/10.4414/pc-d.2002.05554

AMA Style

PHC Editorial Office. G7, NewIndex und TrustCenters - what's that? Primary and Hospital Care. 2002; 2(23):638-640. https://doi.org/10.4414/pc-d.2002.05554

Chicago/Turabian Style

PHC Editorial Office. 2002. "G7, NewIndex und TrustCenters - what's that?" Primary and Hospital Care 2, no. 23: 638-640. https://doi.org/10.4414/pc-d.2002.05554

APA Style

PHC Editorial Office. (2002). G7, NewIndex und TrustCenters - what's that? Primary and Hospital Care, 2(23), 638-640. https://doi.org/10.4414/pc-d.2002.05554

Article Metrics

Back to TopTop