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Primary and Hospital Care is published by MDPI from Volume 25 Issue 1 (2026). Previous articles were published by another publisher in Open Access under a CC-BY (or CC-BY-NC-ND) licence, and they are hosted by MDPI on mdpi.com as a courtesy and upon agreement with the previous journal publisher.
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Tempora mutanutur

by
Marc Müller
and
Ruedi Bienz
Prim. Hosp. Care 2010, 10(16), 293; https://doi.org/10.4414/pc-d.2010.08706
Published: 20 October 2010
Phc 10 00293 i001
Längst weiss ich nicht mehr, wie viele Editorials ich für Hausärztezeitschriften im Allgemeinen und für PrimaryCare im Speziellen schon geschrieben habe (ich habe auch schon mit der Idee gespielt, daraus eine Broschüre zu machen mit dem Titel «Hausarztinteressen im Wandel der Zeit»).
Drei davon erscheinen mir besonders wichtig: das Editorial, in welchem ich Euch die Erste Nummer von PrimaryCare bekanntgeben durfte, dasjenige, mit welchem ich Euch den Re-Launch von PrimaryCare als offizielles Organ von Hausärzte Schweiz verkündet habe und das heutige.
PrimaryCare hat seine Bewährungsprobe längst hinter sich, es hat seinen Platz an der Spitze der Publikationen, die auf unsere Schreibtische gelangen, erkämpft. Die gesamte Entwicklung von PrimaryCare erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Ärzteverlag EMH. Zuverlässig, kompetent und mit grossem Engagement stand uns EMH in ruhigen und stürmischen Zeiten als Partner zur Seite. Die Durchschlagskraft unserer Politik hängt auch davon ab, dass wir unsere Positionen durch eine Kombination von Printmedium und elektronischem Versand verbreiten können! Tue Gutes und schreib darüber!
Der Erfolg macht aber auch erneute Anpassungen notwendig: Zur Koordination brauchen wir einen eigentlichen «politischen Chefredaktor», der die Beiträge von Hausärzte Schweiz und der Fachgesellschaften SGAM, SGIM, SGP, der SAPPM sowie der JHaS koordiniert, der die «politische Korrespondenz» erledigt. Der am Puls des Geschehens bleibt und aktuelle Themen aufgreift, wie die Sondernummern zum Thema Managed Care oder—im nächsten Heft—zum Thema DRG. Diese wichtige Position wird umsichtig wahrgenommen von Gerhard Schilling (herzlichen Dank!).
Ausserdem bringt der Erfolg mit sich, dass unser Seitenbudget (bisher 20 Ausgaben à 20 Seiten) mehr und mehr gesprengt wird! Um aktuell zu bleiben und auch Raum für Diskussionen und Kontroversen bieten zu können, benötigen wir eine veritable zweiwöchentliche Erscheinungsfrequenz, d.h. neu 23 statt 20 PC-Ausgaben.
Wie Ihr wisst, erscheint PC als Verlagszeitschrift, der EMH-Verlag hat mit MFE einen Vertrag zur Herausgabe der bisherigen 20 mal 20 Seiten. Da auch PrimaryCare nicht von einem Rückgang der Werbeeinnahmen verschont geblieben ist—wenn auch in geringerem Ausmass als andere vergleichbare Publikationen—ist es dem Verlag nicht möglich, diesen «Ausbau» zu gewährleisten. Die Diskussionen um die Schweizerische Ärztezeitung, das Swiss Medical Forum und Swiss Medical Weekly sind bekannt …
Im Steuerungsausschuss von PrimaryCare haben wir dieses Dilemma lange diskutiert und sind zum Schluss gekommen, an Hausärzte Schweiz den Antrag zu stellen, die zusätzlich benötigten Ausgaben über einen Sockelbeitrag (Fr. 20.– pro Jahr) zu finanzieren. Der Vorstand von MFE wird an der nächsten Delegiertenversammlung im November den Delegierten den Antrag stellen, einen Sockelbeitrag in dieser Höhe zu sprechen. Qualität hat ihren Preis, auch wenn wir selbst dafür in die Tasche greifen müssen. Ich bin überzeugt, dass wir diesen nächsten Schritt tun müssen. Für unseren Verband und als Anerkennung für unser einzigartiges Publikationsorgan PrimaryCare! Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen, es bleibt unser Engagement für die Hausarztmedizin!
Phc 10 00293 i002
SGAM, SGIM, SGP, KHM, SAPPM, JHaS und natürlich Hausärzte Schweiz MFE sind und waren die Partner bei der Entwicklung von PrimaryCare in den bald zehn Jahren seines Bestehens. Eine wechselvolle Geschichte mit zahlreichen Akteuren und Zielsetzungen. Natürlich steht hinter dieser Vielzahl von Gesellschaften immer auch eine Vielzahl von Menschen, Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, unterschiedlichen Werdegängen und unterschiedlichen Interessen. Allen war aber eines gemeinsam: Sie kämpften und kämpfen für eine gute Hausarztmedizin und für Bedingungen die das Überleben der Hausarztmedizin gewährleisten.
Die Zusammenarbeit mit diesen engagierten Menschen hat immer sehr viele Ressourcen in Anspruch genommen und wird weiterhin viel Freude aber auch viel Arbeit machen. Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht von zentraler Bedeutung, dass «Hausärzte Schweiz» den Stellenwert ihres unabhängigen Publikationsorgans und damit auch den Wert unserer Arbeit anerkennt und bereit ist, den Antrag für einen Abonnementsbeitrag an ihre Mitglieder zu stellen. Oder wäre es wirklich eine ernsthafte Option, dass die Schweizer Ärztinnen und Ärzte zur Finanzierung ihrer offiziellen Organe die darin veröffentlichte Fortbildung auf Inhalte ausrichten müssen, die für die Pharmaindustrie interessant sind und somit Inserate generieren? Darf es sein, dass Menge und Aktualität der publizierten Standespolitik von den zur Verfügung stehenden Werbebudgets der Pharmaindustrie abhängig gemacht werden?
So hoffen wir natürlich, dass die Delegiertenversammlung dem Antrag des Vorstandes folgt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von EMH werden zusammen mit der Redaktion weiterhin mit grossem Elan und Freude für die Weiterentwicklung und Verbesserung eines unabhängigen, qualitativ hochstehenden PrimaryCare arbeiten. Qualität hat ihren Preis—wir werden alles daran setzen, dass ihre Zeitschrift diesen Preis wert ist!
Die Redaktion von PrimaryCare wurde neu organisiert. Ein Team von drei Cochefredaktoren wird neu für PrimaryCare verantwortlich zeichnen und die Kernredaktion und eine erweiterte Redaktion leiten. Dadurch wird es noch besser möglich sein, den unabhängigen standespolitischen Teil mit der fachlichen Redaktion zu verknüpfen und zu koordinieren. Der Verlag EMH freut sich, mit Bruno Kissling, Gerhard Schilling und Peter Tschudi drei kompetente Cochefredaktoren an Bord zu wissen, die zusammen mit einem hochmotivierten Team (siehe Vorstellung auf Seite 311 dieser Ausgabe) mit PrimaryCare die offizielle und aktuelle Zeitschrift der Schweizer Hausarztmedizin betreuen.

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MDPI and ACS Style

Müller, M.; Bienz, R. Tempora mutanutur. Prim. Hosp. Care 2010, 10, 293. https://doi.org/10.4414/pc-d.2010.08706

AMA Style

Müller M, Bienz R. Tempora mutanutur. Primary and Hospital Care. 2010; 10(16):293. https://doi.org/10.4414/pc-d.2010.08706

Chicago/Turabian Style

Müller, Marc, and Ruedi Bienz. 2010. "Tempora mutanutur" Primary and Hospital Care 10, no. 16: 293. https://doi.org/10.4414/pc-d.2010.08706

APA Style

Müller, M., & Bienz, R. (2010). Tempora mutanutur. Primary and Hospital Care, 10(16), 293. https://doi.org/10.4414/pc-d.2010.08706

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